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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Gibt es in Österreich eine Versicherung gegen Entführung und Lösegeld?

Kurz gesagt

Ja, eine Versicherung gegen Entführung und Lösegeld gibt es als Kidnap-and-Ransom-Polizze. Wenige international tätige Spezialversicherer bieten sie im deutschsprachigen Raum diskret an, vor allem Unternehmen mit Mitarbeitern in Risikoländern und vermögenden Privatpersonen. Prämien beginnen bei einigen Hundert Euro im Jahr und reichen für Konzerne in sechsstellige Höhe.

Gibt es in Österreich eine Versicherung gegen Entführung und Lösegeld?

Was es kostet

Prämien werden einzeln kalkuliert. Veröffentlicht sind nur wenige Werte.

BeispielRichtwert
Privatperson mit geringem Risiko (Bericht 2026)ab etwa 500 US-Dollar im Jahr
Mittelständische Firma mit wenigen Reisenden in Risikoländer (Richtwert)etwa 3.000 bis 8.000 Euro im Jahr
Topmanager mit Reisen in Hochrisikoländer (Bericht 2026)mehrere 100.000 US-Dollar im Jahr

Werte aus einem veröffentlichten Bericht, Jahr in Klammern.

Der Wert für Firmen ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Ihre Prämie hängt von Zielländern, Zahl der Reisenden und Schutzkonzept ab.

Rechenbeispiel

Anlagenbauer aus Oberösterreich mit 6 Technikern im Ausland

Die Techniker montieren Anlagen in Ländern mit erhöhtem Entführungsrisiko. Die Firma prüft eine Jahrespolizze.

Versicherte Personenalle Mitarbeiter weltweit
Versicherungssumme Lösegeld1.000.000 Euro je Fall
Krisenberaterohne Obergrenze
Prämieetwa 3.000 bis 8.000 Euro im Jahr

Die Prämie ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Ohne Polizze trägt die Firma Berater, Lösegeld und Ausfallkosten selbst.

Was eine Lösegeldversicherung leistet

Im Mittelpunkt steht der Krisenberater. Er wird im Ernstfall sofort entsandt, baut die Kommunikation auf, berät bei Verhandlungen, hält Kontakt zu Behörden und betreut die Angehörigen. In veröffentlichten Bedingungen sind seine Kosten oft unbegrenzt gedeckt.

Im Rahmen der Versicherungssumme ersetzt die Polizze außerdem gezahltes Lösegeld, auch bei Verlust auf dem Transport, sowie Zusatzkosten wie Gehälter, Reisen, Dolmetscher und Therapie nach der Freilassung.

BausteinInhalt
KrisenberaterHonorare und Reisekosten, oft ohne Obergrenze
Lösegeldbis zur Versicherungssumme
ZusatzkostenGehälter, Reisen, Rechtsberatung, Therapie
PersonenschadenKapitalleistung bei Tod oder Invalidität
ErweiterungenErpressung, Freiheitsberaubung, Produkterpressung

Rechtslage in Österreich

In der österreichischen Rechtswissenschaft wird die Lösegeldversicherung vor allem unter dem Blickwinkel der guten Sitten diskutiert. Ein Beitrag in der Österreichischen Juristen-Zeitung von 2024 kommt zum Ergebnis, dass Cyber-Lösegeldversicherungen zulässig sind.

Derselbe Beitrag weist darauf hin, dass sich ein Opfer durch die Zahlung an eine kriminelle Vereinigung unter Umständen nach § 278 StGB strafbar machen kann. Auch deshalb ist professionelle Krisenberatung so wichtig. In Deutschland regelt die BaFin das Geschäft seit 01.04.2026 mit einem eigenen Rundschreiben samt Werbeverbot.

Wer in Österreich eine Lösegeldversicherung braucht

Sinnvoll ist sie für Unternehmen, deren Mitarbeiter in Länder mit erhöhtem Entführungsrisiko reisen oder dort stationiert sind, für Firmen mit Niederlassungen im Ausland und für Betriebe mit Erpressungsrisiko.

Für den Urlaub in sicheren Ländern brauchen Sie keine Lösegeldversicherung. Wichtiger sind dann Reiseversicherung und eine gute Vorbereitung.

Geheimhaltung und Polizei

Die Polizze verpflichtet Sie, ihr Bestehen geheim zu halten. Je weniger Menschen von der Lösegeldversicherung wissen, desto geringer das Risiko, dass sie Täter anlockt; selbst die versicherten Mitarbeiter erfahren oft nichts davon.

Bei Cybererpressung empfiehlt das Bundeskriminalamt Unternehmen, kein Lösegeld zu bezahlen, Beweise zu sichern und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Eine Zahlung garantiert weder die Entschlüsselung noch das Löschen gestohlener Daten.

Grenzen der Polizze

Eine Lösegeldversicherung verhindert keine Entführung. Ihr Wert liegt in schneller, erfahrener Hilfe und darin, dass das Firmenvermögen geschützt bleibt.

Anfragen laufen diskret über spezialisierte Makler. Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie entstehen keine Kosten.

Schritt für Schritt

  1. Reiseländer und Zahl der Reisenden erfassen.
  2. Sicherheitskonzept und Reiserichtlinie erstellen.
  3. Diskret über einen Makler Angebote einholen.
  4. Wenige Vertrauenspersonen festlegen.
  5. Notfallnummer des Krisenberaters sicher hinterlegen.

Checkliste

  • Krisenberater ohne Obergrenze
  • Lösegeld auch bei Verlust auf dem Transport
  • Zusatzkosten wie Gehälter und Therapie gedeckt
  • Geltungsbereich passt zu allen Reiseländern
  • Geheimhaltung im Unternehmen organisiert

Häufige Fehler

  • Die Polizze im Betrieb bekannt machen
  • Im Ernstfall selbst verhandeln statt den Krisenberater zu rufen
  • Bei Cybererpressung ohne Beratung zahlen
  • Die Polizei nicht einschalten

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ist eine Lösegeldversicherung in Österreich erlaubt?

Für Cyber-Lösegeld hält die österreichische Lehre sie für zulässig.

Für Entführungen wird die Frage über die guten Sitten diskutiert.

Klären Sie mit dem Anbieter, nach welchem Recht die Polizze läuft.

Warum gibt es so wenig Information dazu?

Versicherer und Kunden halten diese Verträge bewusst geheim, damit sie keine Täter anlocken.

Soll man bei Ransomware zahlen?

Das Bundeskriminalamt rät davon ab und empfiehlt Anzeige bei der Polizei.

Kann ich mich privat versichern?

Ja, vor allem bekannte oder vermögende Personen.

Für normale Reisen ist das nicht nötig.

Wissen die versicherten Mitarbeiter Bescheid?

Oft nicht.

Je weniger davon wissen, desto besser für die Sicherheit.

Quellen

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Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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