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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Gibt es in Österreich eine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische?

Kurz gesagt

Nein. In Österreich gibt es keine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische, keine Polizze und keinen Baustein. Im Ausland, vor allem in den USA und in England, wurden solche Polizzen als Gag verkauft. Sinnvoll ist stattdessen eine private Unfallversicherung ab etwa 8 bis 9 Euro im Monat und eine Reisekrankenversicherung ab etwa 49 Euro im Jahr.

Gibt es in Österreich eine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische?

Was es kostet

Für eine Alien-Polizze gibt es keine Prämie. Diese Werte gelten für den Schutz, der im Alltag in Österreich zahlt.

BeispielRichtwert
Private Unfallversicherung, Büroangestellte, 30 Jahre, Graz, 100.000 Euro Versicherungssumme, 500 Prozent Progressionab etwa 9 Euro im Monat
Private Unfallversicherung, Studentin, 25 Jahre, mit Such- und Bergungskostenab etwa 8 Euro im Monat
Familie mit zwei Kindern, 150.000 Euro Versicherungssumme, 600 Prozent Progressionab etwa 40 Euro im Monat
Jahres-Reisekrankenversicherung, eine Person bis 65, bis 62 Tage je Reiseab etwa 49 Euro im Jahr

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Modellrechnungen.

Eine Polizze gegen Entführung durch Außerirdische gibt es in Österreich nicht;

das genaue Angebot für Unfall und Reise holen wir ein.

Rechenbeispiel

Hobby-Astronom aus Graz, Büroangestellter, reist zweimal im Jahr

Statt einer Gag-Polizze sichert er die Risiken ab, die beim Sternschauen und auf Reisen wirklich vorkommen.

Private Unfallversicherung, 100.000 Euroab etwa 108 Euro im Jahr
Jahres-Reisekrankenversicherungab etwa 49 Euro im Jahr
Polizze gegen Alien-Entführung0 Euro, gibt es nicht

Zusammen ab etwa 157 Euro im Jahr für Schutz, der bei Unfall und Krankheit auf Reisen tatsächlich zahlt.

Warum es in Österreich keine Alien-Polizze gibt

Versicherer in Österreich rechnen Prämien aus Schadenerfahrung. Für Entführungen durch Außerirdische gibt es keine einzige belegte Zahl, also lässt sich weder eine Prämie berechnen noch ein Schaden prüfen.

Dazu kommt die Beweisfrage: Wer im Leistungsfall eine Entführung durch Außerirdische behauptet, kann sie nicht belegen. Eine Polizze, die nie zahlen kann, darf ein seriöser Versicherer nicht als Schutz verkaufen.

Gag-Polizzen aus den USA und England

Alien-Polizzen wurden vor allem in den USA und in England verkauft, meist als Geschenk mit Augenzwinkern.

Belegt sind nur die Verkäufe, keine Auszahlung nach einer echten Entführung durch Außerirdische. Für österreichische Kundinnen und Kunden haben solche Papiere keinen Schutzwert.

Lösegeldversicherung bei echten Entführungen

Entführungen durch Menschen sichert die Lösegeldversicherung ab, international Kidnap and Ransom genannt. Sie zahlt Krisenberatung und Lösegeld und wird vor allem von Unternehmen für Mitarbeiter in unsicheren Regionen abgeschlossen.

Für Urlaub in Europa braucht das kaum jemand. Vor Fernreisen lohnt der Blick in die Reiseinformationen des Außenministeriums.

Was beim Sternschauen am Land tatsächlich passiert

Wer nachts auf der Alm nach Ufos Ausschau hält, verletzt sich eher beim Abstieg im Dunkeln. Dafür ist die private Unfallversicherung da. Nach den Musterbedingungen des Versicherungsverbands liegt ein Unfall vor, wenn ein plötzlich von außen wirkendes Ereignis unfreiwillig die Gesundheit schädigt.

Die gesetzliche Unfallversicherung hilft hier nicht: Unfälle in der privaten Sphäre sind dort nicht gedeckt. In der Freizeit sind Sie nur über eine private Polizze geschützt.

EreignisPassende Versicherung
Sturz beim nächtlichen Abstieg von der Almprivate Unfallversicherung
Erkrankung auf einer Reise außerhalb der EUReisekrankenversicherung
Teleskop bei Einbruch gestohlenHaushaltsversicherung
Drohne beschädigt beim Filmen ein fremdes AutoHaftpflicht, die Drohnen einschließt
Entführung durch Außerirdischekeine Versicherung am Markt

Wann eine Alien-Polizze ein Warnsignal ist

Verspricht Ihnen jemand echten Schutz gegen Außerirdische, sollten Sie misstrauisch werden. Versicherer in Österreich unterliegen der Aufsicht der Finanzmarktaufsicht FMA, und dort können Sie nachsehen, ob ein Anbieter überhaupt zugelassen ist.

Als Scherzgeschenk ist eine Alien-Polizze harmlos. Ihr Budget für echten Schutz gehört in Unfall, Haftpflicht und Reise.

Schritt für Schritt

  1. Echte Risiken Ihres Hobbys aufschreiben: Dunkelheit, Gelände, Technik, Reisen.
  2. Private Unfallversicherung mit Progression und Bergungskosten wählen.
  3. Reisekrankenversicherung als Jahresvertrag abschließen.
  4. Haftpflicht auf Drohnen und Geräte prüfen.
  5. Gag-Polizzen nur als Geschenk sehen.

Checkliste

  • Unfallversicherung mit ausreichender Versicherungssumme
  • Bergungskosten in der Unfallpolizze eingeschlossen
  • Reisekrankenschutz mit Rückholung
  • Haushaltsversicherung deckt Teleskop und Kamera
  • Anbieter mit Schutzversprechen bei der FMA prüfen

Häufige Fehler

  • Eine Gag-Polizze für echten Schutz halten
  • Sich in der Freizeit auf die gesetzliche Unfallversicherung verlassen
  • Ohne Reisekrankenschutz in Länder außerhalb der EU fahren

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Kann man sich in Österreich gegen Ufos versichern?

Nein.

Kein Versicherer bietet eine Polizze gegen Entführung durch Außerirdische an,

auch nicht als Zusatzbaustein.

Hat eine Alien-Polizze jemals gezahlt?

Ein nachgewiesener Leistungsfall ist nicht bekannt.

Eine Entführung durch Außerirdische ließe sich im Schadenfall auch nicht belegen.

Hilft die Unfallversicherung nach einer Ufo-Sichtung?

Nur wenn Sie sich dabei körperlich verletzen.

Ein Schreck allein ist kein Unfall im Sinne der Bedingungen.

Gibt es eine Versicherung gegen Entführung durch Menschen?

Ja, die Lösegeldversicherung.

Sie wird überwiegend von Firmen für Reisende in unsichere Länder abgeschlossen.

Gilt die gesetzliche Unfallversicherung in der Freizeit?

Nein.

Unfälle in der privaten Sphäre deckt sie nicht, dafür brauchen Sie eine private Unfallversicherung.

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