Versicherungen für Film- und Videoproduktionen in Österreich
Ein Drehtag mit Team, Technik und Location kostet schnell 15.000 Euro. Fällt die Hauptdarstellerin aus, schlägt Hagel auf den Kamerakran oder beschädigt das Team die Stuckdecke im gemieteten Palais, ist dieses Geld weg. Hier steht, welche Versicherungen eine Produktionsfirma in Österreich braucht und welche nur für einzelne Projekte.
Brauche ich für jede Produktion eine eigene Versicherung?
Die Grundversicherungen laufen besser als Jahresvertrag: Haftpflicht, eigenes Equipment, Mietgeräte bis zu einer Jahressumme. Für große Projekte kommt eine Produktionsversicherung dazu, die Ausfallkosten bei Krankheit von Schlüsselpersonen oder zerstörtem Material übernimmt. Förderstellen und Sender fragen oft genau danach. Diese Sonderdeckungen holen wir je Projekt über spezialisierte Versicherer ein.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Schäden an Locations
Gemietete Wohnungen, Schlösser und Geschäftslokale werden mit Licht, Kabeln und Dollyschienen bespielt. Kratzer im Parkett und Brandflecken sind Alltag.
02
Mietequipment
Kameras, Optiken und Licht vom Verleih sind oft mehr wert als das eigene Material, und die Verleihverträge verlagern das Risiko vollständig auf Sie.
03
Ausfall von Personen
Erkrankt die Regisseurin oder der Hauptdarsteller, stehen Team und Technik bezahlt herum. Ohne Produktionsausfallversicherung trägt das die Firma.
04
Verlorenes Material
Eine defekte Festplatte nach dem Dreh vernichtet Tage an Arbeit. Nachdrehen kostet oft mehr als der ursprüngliche Drehtag.
05
Unfälle am Set
Stunts, Höhenarbeit, Fahrzeugszenen und schwere Lasten: Verletzte Komparsen oder Passanten sind Haftpflichtfälle.
06
Rechte an Musik und Bild
Nicht geklärte Musikrechte, erkennbare Marken oder Personen ohne Freigabe können einen fertigen Film blockieren.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Zahlt laufende Kosten, wenn Studio oder Schnittplatz nach Brand oder Wasserschaden ausfallen. Für Ausfälle am Set gibt es die projektbezogene Produktionsversicherung.
Schützt vor Erpressung mit verschlüsseltem Rohmaterial und vor Datenlecks bei unveröffentlichten Produktionen.
Was es kostet: Beispielprämien
Die Beiträge hängen stark vom Projektvolumen ab. Kleine Produktionsfirmen kommen mit Jahresverträgen aus, bei Spielfilmen und großen Werbeproduktionen wird die Versicherung je Projekt mit einem Anteil am Budget kalkuliert.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Produktionsfirma mit bis zu fünf Fixangestellten, 5 Mio. Euro Deckung, Mietsachschäden eingeschlossen
etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Eigenes Kamera-, Licht- und Tonequipment im Neuwert von 80.000 Euro, Allgefahren
etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Jahresdeckung für Mietgeräte bis 150.000 Euro Einzelwert
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Werbefilmproduktion, 500.000 Euro Vermögensschaden
etwa 700 bis 1.600 Euro im Jahr
Drohnenversicherung
Gewerbliche Drohnenhaftpflicht, 3 Mio. Euro
etwa 168 bis 230 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Haftpflicht und Equipmentversicherung einer kleinen Produktionsfirma kosten im Jahr etwa so viel wie die Miete eines Kamerapakets für zwei bis drei Drehtage.
Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026, aus unserer Angebotspraxis;
die Drohnenbeiträge aus öffentlich genannten Tarifen.
Produktionsausfall- und Negativversicherungen werden je Projekt kalkuliert und sind hier nicht
Sechs Schäden, die bei Produktionen wirklich vorkommen, hier alle an einem Drehtag in Wien. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt78.100 Euro
Beim Ausladen rollt ein Lichtwagen gegen die Glastür der gemieteten Altbauwohnung.
4.200 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein gemietetes Zoomobjektiv fällt vom Stativkopf. Der Verleih stellt die Reparatur und den Nutzungsausfall in Rechnung.
11.500 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Ein Passant stolpert über ein schlecht abgedecktes Kabel am Gehsteig und bricht sich den Arm.
12.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Die Drohne streift bei einer Kranfahrt eine Hausfassade und stürzt auf ein geparktes Auto.
3.400 Euro · Zahlt: Drohnenversicherung
Der Werbespot für eine Brauerei wird nicht rechtzeitig fertig, weil Rohmaterial falsch gesichert wurde. Die gebuchte TV-Schaltung verfällt.
28.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Aus dem Kamerawagen vor dem Hotel werden zwei Kamerabodies und ein Monitor gestohlen.
19.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 78.100 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Schließen Sie Mietsachschäden an Gebäuden und Räumen in die Haftpflicht ein. Ohne diesen Baustein zahlt die Versicherung am Drehort oft nicht.
Nutzen Sie eine Jahresdeckung für Mietgeräte statt der teuren Versicherung des Verleihs je Drehtag.
Klären Sie mit Förderstellen und Sendern früh, welche Produktionsversicherung sie verlangen. Wir holen sie je Projekt ein.
Achten Sie bei Diebstahl aus Fahrzeugen auf die Nachtzeitklausel und auf Alarmanlagen als Voraussetzung.
Melden Sie kurz beschäftigte Crew vor Arbeitsbeginn bei der ÖGK an. Nur dann greift die AUVA bei einem Arbeitsunfall ohne Streit.
Legen Sie für jede Produktion ein Rechteprotokoll für Musik, Bilder und Personen an. Das senkt Streitfälle und hilft im Schadenfall.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Jahresvertrag plus Projektdeckung
Wir bauen eine Grundausstattung, die das ganze Jahr läuft, und ergänzen sie je Projekt um Produktionsausfall und Sonderrisiken über spezialisierte Versicherer.
Wir vergleichen Bedingungen
Als Makler holen wir mehrere Angebote ein und achten auf das Kleingedruckte zu Mietgeräten, Nachtzeit und Drehorten im Ausland.
Schäden kennen wir von innen
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Das hilft, wenn ein Verleih nach einem Objektivschaden hohe Forderungen stellt.
Seit 1989 in Familienhand
Wir sind ein deutscher Makler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig, und für Sie kostenlos, weil der Versicherer die Vergütung zahlt.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Welche Versicherung braucht eine kleine Filmproduktion?
Zuerst eine Betriebshaftpflicht mit Mietsachschäden und eine Versicherung für das Equipment.
Wer Auftragsproduktionen für Unternehmen macht,
braucht zusätzlich eine Vermögensschadenhaftpflicht.
Was ist eine Produktionsausfallversicherung?
Sie zahlt Mehrkosten,
wenn ein Dreh durch Krankheit einer Schlüsselperson,
zerstörtes Material oder bestimmte äußere Ereignisse verschoben oder abgebrochen werden muss.
Sie wird je Projekt abgeschlossen.
Sind Mietgeräte über meine Elektronikversicherung gedeckt?
Nur, wenn fremde Geräte ausdrücklich eingeschlossen sind.
Viele Verträge versichern nur Eigentum.
Eine eigene Mietgerätedeckung ist meist günstiger als die Tagesprämie des Verleihs.
Was kostet die Versicherung für eine Videoproduktion?
Eine kleine Firma zahlt für Haftpflicht und eigenes Equipment etwa 900 bis 2.000 Euro im Jahr.
Mit Vermögensschäden, Mietgeräten und Drohne sind es eher 2.500 bis 5.500 Euro.
Wer haftet für Schäden an einer Location?
Die Produktion, die die Location gemietet hat.
Die Betriebshaftpflicht zahlt nur, wenn Mietsachschäden eingeschlossen sind.
Protokollieren Sie den Zustand vor und nach dem Dreh mit Fotos.
Sind Komparsen und Crew versichert?
Angemeldete Beschäftigte sind über die AUVA unfallversichert.
Für Selbstständige in der Crew und für Komparsen ohne Anstellung empfehlen wir eine
Gruppenunfallversicherung je Projekt.
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Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
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