Gibt es in Österreich eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte?
Eine eigene Dienstunfähigkeitsversicherung wie in Deutschland ist in Österreich kaum verbreit …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Soldaten beim Bundesheer brauchen: zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn Schäden aus dem Dienst entschädigt das Heeresentschädigungsgesetz, Krankheit in der Freizeit aber nicht. Dazu eine Organ- und Dienstnehmerhaftpflicht und für Auslandseinsätze eine Unfallversicherung, die Einsätze ausdrücklich einschließt. Die Berufsunfähigkeit kostet mit 30 Jahren etwa 70 bis 130 Euro im Monat.
Veröffentlichte Beispielrechnungen aus Österreich und Richtwerte für Soldaten.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Berufsunfähigkeit, Soldat mit Truppenverwendung, 30 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 70 bis 130 Euro im Monat |
| Berufsunfähigkeit, 38 Jahre, Metallbearbeiter, 1.000 Euro Rente, zum Vergleich | ab etwa 55 Euro im Monat |
| Private Unfallversicherung, Büroangestellte, 30 Jahre, 100.000 Euro | ab etwa 9 Euro im Monat |
| Unfallversicherung mit Einsatzklausel | etwa 20 bis 60 Euro im Monat |
Stand Oktober 2026.
Der Vergleichswert für die Berufsunfähigkeit und die Unfallprämie stammen aus veröffentlichten
Beispielrechnungen,
die Gesetzesstellen sind geprüft.
Die Werte für Soldaten, für Einsatzklauseln,
die Kriegsklausel in österreichischen Polizzen und die Ablehnung einzelner Verwendungen sind
Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihr genaues Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Er ist gesund und plant einen Auslandseinsatz.
| Berufsunfähigkeit, 1.500 Euro Rente | etwa 65 bis 120 Euro im Monat |
| Organ- und Dienstnehmerhaftpflicht über die Gruppenpolizze | wenige Euro im Monat |
| Unfallversicherung mit Einsatzklausel | nach Angebot |
| Schädigung im Dienst | Heeresentschädigungsgesetz |
Der Kern kostet etwa 70 bis 130 Euro im Monat. Am wichtigsten ist die Berufsunfähigkeit, weil Krankheiten ohne Bezug zum Dienst sonst nicht abgesichert sind.
Nach Paragraf 1 Heeresentschädigungsgesetz sind Soldaten entschädigungsberechtigt, die infolge des Präsenz- oder Ausbildungsdienstes eine Gesundheitsschädigung erlitten haben, ausdrücklich auch im Wehrdienst als Zeitsoldat. Entschädigt wird nach den Regeln der gesetzlichen Unfallversicherung im ASVG, zuständig ist die AUVA.
Für Berufssoldaten gilt das Dienstrecht ihres Dienstverhältnisses. Für Beamte bedeutet das: Dienstunfälle sind nach dem B-KUVG versichert, ein Ruhegenuss steht ab 15 Jahren Gesamtdienstzeit zu.
| Risiko | Was geregelt ist | Was Soldaten selbst absichern |
|---|---|---|
| Gesundheitsschädigung durch den Dienst | Heeresentschädigungsgesetz oder Dienstunfall | Abstand zum Bezug |
| Krankheit ohne Bezug zum Dienst | keine Entschädigung | Berufsunfähigkeitsversicherung |
| Schaden am Dienstgeber | Haftung mit gerichtlicher Mäßigung | Organ- und Dienstnehmerhaftpflicht |
| Unfall in der Freizeit | keine Entschädigung | private Unfallversicherung |
| Unfall im Auslandseinsatz, privat versichert | Kriegsklausel prüfen | Einsatzklausel |
Das Heeresentschädigungsgesetz hilft nur, wenn der Schaden aus dem Dienst kommt. Ein Bandscheibenvorfall beim Umzug oder eine schwere Krankheit sind davon nicht erfasst und können trotzdem das Ende der Laufbahn bedeuten.
Viele Versicherer haben für Soldaten eigene Regeln oder nehmen bestimmte Verwendungen nicht, etwa Jagdkommando oder Flugdienst. Beschreiben Sie Ihre Verwendung genau, sonst wird später nur ein Teil Ihrer Tätigkeit bewertet.
Schäden am Dienstgeber, etwa an Fahrzeugen oder Gerät, fallen je nach Tätigkeit unter das Organhaftpflichtgesetz oder das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz. Nach Paragraf 2 Dienstnehmerhaftpflichtgesetz kann das Gericht den Ersatz bei einem Versehen mäßigen oder bei minderem Grad ganz erlassen.
Gruppenpolizzen für den öffentlichen Dienst decken Amts-, Organ- und Dienstnehmerhaftpflicht ab. Fragen Sie bei Personalvertretung und Gewerkschaft nach, bevor Sie selbst abschließen.
Private Unfallversicherungen schließen in ihren Bedingungen häufig Unfälle durch Kriegsereignisse und die aktive Teilnahme daran aus. Für einen Auslandseinsatz brauchen Soldaten deshalb eine Polizze, die Einsätze des Bundesheeres ausdrücklich einschließt.
Lassen Sie sich die Einsatzklausel vor dem Abflug schriftlich bestätigen. Für die Freizeit zuhause reicht eine normale Unfallversicherung, im Büroberuf ab etwa 9 Euro im Monat.
Ein Krankentaggeld ist während des Dienstes überflüssig. Wer nach dem Dienst ein eigenes Gewerbe gründet, findet bei uns eigene Seiten zu den Betriebsarten.
Fragen und Antworten
Bei einer Gesundheitsschädigung durch den Präsenz- oder Ausbildungsdienst entschädigt die AUVA
nach dem Heeresentschädigungsgesetz.
Ja, Paragraf 1 Heeresentschädigungsgesetz nennt den Wehrdienst als Zeitsoldat ausdrücklich.
Nur wenn die Polizze Einsätze ausdrücklich einschließt.
Lassen Sie es sich schriftlich bestätigen.
Ja, je nach Fall nach Organ- oder Dienstnehmerhaftpflichtgesetz.
Das Gericht kann den Ersatz mäßigen.
Für die kurze Dienstzeit selbst nicht wegen des Dienstes.
Sinnvoll ist sie für junge Menschen trotzdem, weil sie mit 18 oder 19 Jahren günstig ist.
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