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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen brauchen angestellte Apotheker in Österreich?

Kurz gesagt

Welche Versicherungen angestellte Apotheker in Österreich brauchen: zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung, als Richtwert 40 bis 80 Euro im Monat für 1.500 Euro Rente mit 30 Jahren. Die Pension kommt aus dem ASVG mit Berufsschutz, aber erst unter der Hälfte der Arbeitsfähigkeit. Bei Abgabefehlern haftet dem Kunden zuerst der Apothekenbetrieb.

Welche Versicherungen brauchen angestellte Apotheker in Österreich?

Was es kostet

Prämien aus veröffentlichten Vergleichen in Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Berufsunfähigkeit, Jurist, 32 Jahre, 3.000 Euro Rente, Büroberufab etwa 86 Euro im Monat
Berufsunfähigkeit, Softwareentwicklerin, 29 Jahre, 1.000 Euro Renteab etwa 20 Euro im Monat
Eigene Privathaftpflicht, 3 Millionen Euroab 42 Euro im Jahr
Private Unfallversicherung, Angestellter, 350.000 Euroetwa 170 bis 220 Euro im Jahr
Angestellte Apothekerin, 30 Jahre, 1.500 Euro BU-Renteetwa 40 bis 80 Euro im Monat

Der letzte Wert ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Ihre Prämie hängt von Tätigkeit, Alter und Gesundheit ab.

Rechenbeispiel

Angestellte Apothekerin, 38 Jahre, Multiple Sklerose

Nach mehreren Schüben schafft sie nur noch vier Stunden am Tag in der Offizin.

Berufsunfähigkeitspension nach ASVGkeine, weil sie noch die Hälfte leisten kann
Gehalt bei Teilzeitetwa die Hälfte
Private BU mit 1.500 Euro Rentezahlt, weil sie zu 50 Prozent berufsunfähig ist
Prämie mit 30 Jahren abgeschlossenRichtwert 40 bis 80 Euro im Monat

Ohne private Versicherung lebt sie vom halben Gehalt. Mit Berufsunfähigkeitsversicherung kommen 1.500 Euro im Monat dazu.

Wie angestellte Apotheker abgesichert sind

Angestellte Apotheker werden in Österreich über die Pharmazeutische Gehaltskasse bezahlt. Der Apothekenbetrieb zahlt eine einheitliche Umlage, die Kasse besoldet nach einem 18-stufigen Schema. Ihr Wohlfahrtsfonds gibt unter anderem Zuschüsse zur gesetzlichen Pension und zum Krankengeld.

Die eigentliche Pension kommt aus dem ASVG. Als Angestellte haben Sie Berufsschutz: Berufsunfähig ist, wessen Arbeitsfähigkeit auf weniger als die Hälfte einer gesunden Person mit ähnlicher Ausbildung sinkt. Wer noch halbtags in der Apotheke arbeiten kann, bekommt keine Pension.

Warum angestellte Apotheker privat ergänzen

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt meist schon, wenn Sie Ihren Beruf voraussichtlich sechs Monate zu weniger als 50 Prozent ausüben können. Gerade für Teilzeitfälle nach schwerer Krankheit schließt sie die Lücke zur gesetzlichen Pension.

Die Arbeit in der Offizin mit Stehen und Kundenkontakt wird teurer eingestuft als reine Büroarbeit, aber deutlich günstiger als körperliche Berufe.

SituationASVGPrivate BU
Kann gar nicht mehr als Apotheker arbeitenBerufsunfähigkeitspensionRente
Kann noch halbtags arbeitenkeine PensionRente ab 50 Prozent
Kann noch 60 Prozent arbeitenkeine Pensionkeine Rente

Haftung bei Abgabefehlern

Gibt ein angestellter Apotheker ein falsches Medikament ab, haftet dem Kunden der Apothekenbetrieb für das Verschulden seiner Gehilfen wie für eigenes (§ 1313a ABGB). Ihre eigene Haftung gegenüber dem Betrieb kann das Gericht nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz mäßigen, bei entschuldbarer Fehlleistung haften Sie gar nicht.

Lassen Sie sich trotzdem bestätigen, dass Sie in der Haftpflichtpolizze des Betriebs mitversichert sind, vor allem bei Vertretungen in anderen Apotheken. Wer auf eigene Rechnung berät, braucht eigenen Schutz.

Reihenfolge für angestellte Apotheker in Österreich

Für angestellte Apotheker in Österreich ergibt sich diese Reihenfolge.

PrioritätVersicherungTypische Prämie
1BerufsunfähigkeitsversicherungRichtwert 40 bis 80 Euro im Monat für 1.500 Euro
2Haushaltsversicherung mit Privathaftpflichteigene Haftpflicht ab etwa 42 Euro im Jahr
3Rechtsschutz für Privat und Verkehretwa 233 bis 484 Euro im Jahr als Familienpaket
4Private Unfallversicherungetwa 170 bis 220 Euro im Jahr für 350.000 Euro
nur bei Bedarfeigene Berufshaftpflichtbei Tätigkeit auf eigene Rechnung

Was angestellte Apotheker meist nicht brauchen

Eine eigene Berufshaftpflicht für die Arbeit in der Apotheke ist doppelt bezahlt, wenn die Polizze des Betriebs Sie erfasst. Arbeitsrechtsschutz brauchen Sie selten, weil die Arbeiterkammer Mitglieder kostenlos vertritt. Wer eine Apotheke übernimmt, findet eigene Seiten zu den Betriebsarten. Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Courtage zahlt der Versicherer.

Schritt für Schritt

  1. Bei der Gehaltskasse die Leistungen des Wohlfahrtsfonds erfragen.
  2. Berufsunfähigkeitsversicherung anfragen, Offizin oder Krankenhaus angeben.
  3. Mitversicherung in der Haftpflicht des Betriebs bestätigen lassen.
  4. Vertretungen und Nebentätigkeiten klären.
  5. Haushaltsversicherung auf Privathaftpflicht prüfen.

Checkliste

  • Arbeitskraft privat abgesichert
  • Mitversicherung im Betrieb bestätigt
  • Vertretungen gedeckt
  • Privathaftpflicht vorhanden
  • Freizeitunfälle versichert

Häufige Fehler

  • Auf die Berufsunfähigkeitspension des ASVG vertrauen
  • Eine eigene Berufshaftpflicht doppelt zahlen
  • Vertretungen ohne Prüfung des Schutzes übernehmen
  • Die Offizin als reine Bürotätigkeit angeben

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wer zahlt das Gehalt angestellter Apotheker?

Die Pharmazeutische Gehaltskasse, finanziert über eine einheitliche Umlage der Apothekenbetriebe.

Haben angestellte Apotheker Berufsschutz?

Ja, als Angestellte.

Eine Pension gibt es aber erst unter der Hälfte der Arbeitsfähigkeit einer vergleichbaren gesunden

Person.

Hafte ich für einen Abgabefehler?

Dem Kunden haftet der Betrieb.

Ihre eigene Haftung kann das Gericht nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz mäßigen.

Brauche ich eine eigene Berufshaftpflicht?

Nur bei Tätigkeit auf eigene Rechnung oder wenn die Polizze des Betriebs Sie nicht erfasst.

Was kostet eine BU für Apotheker?

Als Richtwert 40 bis 80 Euro im Monat für 1.500 Euro Rente mit 30 Jahren.

Quellen

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In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

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