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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Transportversicherung

Was kostet eine Warentransportversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Was eine Warentransportversicherung in Österreich kostet, hängt am Warenwert: Für Standardware sind etwa 0,3 bis 0,5 Prozent des versicherten Werts üblich, für diebstahlgefährdete Ware oder schwierige Routen 1 Prozent und mehr. Ein Händler mit 100.000 Euro Versandumsatz zahlt so rund 370 bis 610 Euro im Jahr, inklusive 11 Prozent Versicherungssteuer. Viele Versicherer verlangen eine Mindestprämie.

Was kostet eine Warentransportversicherung in Österreich?

Was es kostet

Richtwerte als Satz auf den versicherten Wert, ohne Versicherungssteuer.

BeispielRichtwert
Standardware, Inland und EUetwa 0,3 bis 0,5 Prozent
Riskante Ware oder schwierige Route1 Prozent und mehr
Internationale Sendungen außerhalb Europasoft ab etwa 1,5 Prozent

In Österreich veröffentlichen Versicherer keine Prämiensätze.

Die Sätze sind ein Richtwert aus der Angebotspraxis, Stand Oktober 2026.

Die Versicherungssteuer von 11 Prozent ist belegt.

Die genaue Prämie steht mit dem Angebot fest.

Rechenbeispiel

Onlinehändler in Graz, Sportartikel, 100.000 Euro Versandumsatz in Österreich und Deutschland

So ergibt sich die Jahresprämie für eine Umsatzpolizze.

Versandumsatz im Jahr100.000 Euro
Versicherungswert mit 10 Prozent Aufschlag110.000 Euro
Satz 0,3 bis 0,5 Prozent330 bis 550 Euro
Versicherungssteuer 11 Prozentrund 36 bis 61 Euro

Zusammen etwa 366 bis 611 Euro im Jahr, rund 30 bis 51 Euro im Monat.

Woraus sich die Prämie zusammensetzt

Die Prämie der Warentransportversicherung ist ein Satz auf den Wert der Ware. Den Satz bestimmen Warenart, Transportmittel und Route. Ein Wiener Weinhändler mit Glasflaschen zahlt einen anderen Satz als ein Tiroler Sportartikelversand mit robusten Kartons.

Dazu kommen der Deckungsumfang, der Selbstbehalt und frühere Schäden. Auf die Nettoprämie schlägt der Versicherer 11 Prozent Versicherungssteuer auf, die er an das Finanzamt abführt.

FaktorWirkung auf die Prämie
Warenartstark: Diebstahlreiz, Bruch, Kühlung
ZielländerÖsterreich und EU günstig, Hochrisikoländer teuer
TransportmittelLkw, Paket, Bahn, Luft- oder Seefracht unterschiedlich
Allgefahrendeckungteurer als benannte Gefahren, deutlich breiter
Selbstbehaltsenkt die Prämie spürbar

Einzelpolizze oder Umsatzpolizze

Wer nur ab und zu eine wertvolle Sendung verschickt, nimmt eine Einzelpolizze. Wegen der Mindestprämie kostet eine kleine Sendung dann mehr als der reine Prozentsatz.

Wer laufend versendet, fasst alles in einer Umsatzpolizze zusammen. Alle Transporte sind automatisch versichert bis zu einem Höchstbetrag je Fahrzeug, abgerechnet wird nach gemeldetem Versandumsatz. Für Händler mit eigenem Webshop ist das meist die günstigere Warentransportversicherung.

Wo Sparen teuer wird

Ein knapper Höchstbetrag je Lkw senkt die Prämie kaum, fehlt aber, wenn eine ganze Ladung gestohlen wird. Auch nur den Einkaufspreis zu versichern rächt sich, weil im Schaden Fracht und Marge fehlen.

Mangelhafte Verpackung ist in jeder Polizze ausgeschlossen. Wer selbst verpackt, sollte das ernst nehmen, sonst zahlt die Versicherung trotz Prämie nichts.

Wann Sie sich die Prämie sparen können

Verkaufen Sie ab Werk, trägt der Käufer das Risiko ab Abholung, und die Warentransportversicherung ist seine Sache. Bei schwerer, billiger Ware deckt die Haftung des Frächters von rund 10 Euro je Kilogramm den Wert oft ab, weil die CMR in Österreich auch im Inland gilt.

Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist die Vermittlung kostenlos.

Schritt für Schritt

  1. Jahresversandumsatz und größten Wert je Fahrzeug oder Sendung erheben.
  2. Versicherungswert festlegen, üblich sind 110 Prozent.
  3. Allgefahrendeckung wählen, wenn Diebstahl ein Thema ist.
  4. Selbstbehalt passend zur Zahl kleiner Schäden wählen.
  5. Angebote mit gleichem Höchstbetrag und Umfang vergleichen.

Checkliste

  • Höchstbetrag je Fahrzeug deckt eine volle Ladung
  • Paket- und Kurierversand eingeschlossen
  • Zielländer im Geltungsbereich
  • Transportbedingte Lagerungen mit ausreichender Frist
  • Verpackung passend zu Ware und Weg

Häufige Fehler

  • Nur den Prozentsatz vergleichen und den Höchstbetrag übersehen
  • Versandumsatz zu niedrig melden
  • Viele Einzelpolizzen statt einer Umsatzpolizze abschließen
  • Sich auf die Frächterhaftung verlassen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Warentransportversicherung im Monat?

Bei 100.000 Euro Versandumsatz etwa 30 bis 51 Euro, inklusive 11 Prozent Versicherungssteuer.

Gezahlt wird meist jährlich im Voraus.

Ist die Prämie eine Betriebsausgabe?

Ja.

Die Versicherungssteuer ist aber keine Umsatzsteuer und kann nicht als Vorsteuer abgezogen werden.

Warum ist eine einzelne Sendung so teuer?

Wegen der Mindestprämie.

Ab einigen Sendungen im Jahr ist eine Umsatzpolizze günstiger.

Kann ich die Prämie mit einem Selbstbehalt senken?

Ja, spürbar.

Kleine Bruchschäden tragen Sie dann selbst.

Gilt die Polizze auch für Sendungen nach Deutschland?

Wenn Deutschland im Geltungsbereich steht, ja.

Für Sendungen außerhalb Europas steigt der Satz meist.

Quellen

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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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