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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Firmenrechtsschutz

Was kostet ein Betriebsrechtsschutz für kleine Betriebe in Österreich?

Kurz gesagt

In Österreich kostet ein Betriebsrechtsschutz für kleine Betriebe meist etwa 150 bis 1.200 Euro im Jahr inklusive 11 Prozent Versicherungssteuer. Ein EPU mit Bürotätigkeit liegt am unteren Rand, ein Betrieb mit fünf Dienstnehmern und Vertrags-Rechtsschutz am oberen. Was die Prämie treibt, sind Beschäftigtenzahl, Branche, Vertragsbaustein und Selbstbehalt.

Was kostet ein Betriebsrechtsschutz für kleine Betriebe in Österreich?

Was es kostet

Leistungsgrenzen, Zu- und Abschläge sowie Fahrzeugprämien aus veröffentlichten Antragsunterlagen, Prämien der Grunddeckung als Richtwerte, Stand Oktober 2026.

BeispielRichtwert
EPU, Bürotätigkeit, Grunddeckungab etwa 150 Euro im Jahr
Handwerker ohne Dienstnehmer, mit Vertrags-Rechtsschutzetwa 300 bis 600 Euro im Jahr
Betrieb mit fünf Dienstnehmern, Arbeits- und Vertragsbausteinetwa 600 bis 1.200 Euro im Jahr
Fahrzeug-Rechtsschutz pauschal für alle Firmenfahrzeuge, 1 bis 15 Beschäftigteetwa 191 bis 726 Euro im Jahr
Versicherungssumme je Fall280.000 Euro, gegen 10 Prozent Zuschlag 420.000 Euro
Selbstbehalt in der Variante mit Nachlass20 Prozent der Leistung, mindestens 0,2 Prozent der Versicherungssumme

Fahrzeugprämien, Zu- und Abschläge,

Versicherungssumme und Selbstbehalt aus den veröffentlichten Antragsunterlagen eines

Rechtsschutzversicherers, inklusive 11 Prozent Versicherungssteuer.

Die Prämien der Grunddeckung und mit Vertragsbaustein sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.

Ihre Prämie hängt von Branche, Dienstnehmerzahl und Bausteinen ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Tischlerei in der Steiermark mit vier Dienstnehmern

Der Betrieb will Arbeits-, Schadenersatz- und Straf-Rechtsschutz, Vertrags-Rechtsschutz für Werkverträge und den Fahrzeug-Rechtsschutz für zwei Lieferwagen.

Grunddeckung mit Arbeits- und Vertragsbausteinetwa 600 bis 1.000 Euro
Fahrzeug-Rechtsschutz pauschal, 2 bis 5 Beschäftigteetwa 334 Euro
Zwischensumme ohne Selbstbehaltetwa 934 bis 1.334 Euro
Mit Selbstbehaltsvariante, 25 Prozent Nachlassetwa 700 bis 1.000 Euro

Die Tischlerei zahlt je nach Selbstbehalt etwa 700 bis 1.334 Euro im Jahr inklusive Versicherungssteuer. Ein einziger verlorener Gewährleistungsprozess kostet schnell mehr.

Wie sich die Prämie im Betriebsrechtsschutz zusammensetzt

Der Betriebsrechtsschutz besteht aus einer Grunddeckung und wählbaren Bausteinen. Die Grunddeckung mit Schadenersatz-, Straf- und Sozialversicherungs-Rechtsschutz richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten. Teurer wird es mit dem Allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz, dem Fahrzeug-Rechtsschutz und dem Liegenschafts-Rechtsschutz für das Geschäftslokal.

Die Prämien enthalten 11 Prozent Versicherungssteuer. Viele Tarife passen Prämie und Versicherungssumme jährlich an den Verbraucherpreisindex an.

Baustein oder OptionWirkung auf die Prämie
Zahl der BeschäftigtenGrundlage der Grunddeckung
Allgemeiner Vertrags-Rechtsschutzoft der teuerste Zusatz, mit Streitwertgrenze
Fahrzeug-Rechtsschutz pauschal, 1 Beschäftigteretwa 191 Euro im Jahr bei einem Anbieter
Fahrzeug-Rechtsschutz pauschal, 2 bis 5 Beschäftigteetwa 334 Euro im Jahr bei einem Anbieter
Versicherungssumme 420.000 statt 280.000 Euroetwa 10 Prozent Zuschlag
Erweiterter Straf-Rechtsschutzetwa 20 Prozent Zuschlag
Ohne Arbeitsrechtsbausteinetwa 15 Prozent Abschlag
Selbstbehaltsvarianteetwa 25 Prozent Nachlass

Selbstbehalt: wann er sich für kleine Betriebe lohnt

In der Selbstbehaltsvariante eines Anbieters trägt der Betrieb 20 Prozent der Leistung, mindestens 0,2 Prozent der Versicherungssumme, also bei 280.000 Euro mindestens 560 Euro je Fall. Wählt er einen vom Versicherer vorgeschlagenen Anwalt, entfällt der Selbstbehalt dort.

Für kleine Betriebe, die selten streiten, ist der Nachlass von 25 Prozent attraktiv. Wer häufig Forderungen eintreiben muss oder einen bestimmten Anwalt behalten will, fährt ohne Selbstbehalt oft besser.

Warum ein Prozess in Österreich teurer ist als die Prämie

Im österreichischen Zivilprozess ersetzt die unterlegene Partei der Gegenseite die Kosten (§ 41 ZPO). Verliert ein kleiner Betrieb einen Gewährleistungsstreit, zahlt er den eigenen Anwalt nach dem Rechtsanwaltstarifgesetz, den gegnerischen Anwalt, Gerichtsgebühren und oft ein Sachverständigengutachten.

Schon bei mittleren Streitwerten übersteigt eine Instanz leicht mehrere Jahresprämien Betriebsrechtsschutz. Der Betriebsrechtsschutz trägt diese Kosten bis zur Versicherungssumme, wenn der Streit in einen versicherten Baustein fällt und nach der Wartefrist entstanden ist.

Inkasso und Vertragsbaustein: was kleine Betriebe wirklich brauchen

Manche Tarife enthalten in der Grunddeckung ein Inkasso für unbestrittene Forderungen zwischen etwa 30 und 5.000 Euro. Für einen kleinen Betrieb mit Kundenrechnungen ist das oft wertvoller als ein teurer Vertragsbaustein.

Den Allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz brauchen Sie, wenn Kunden die Leistung bestreiten, etwa bei Mängeln am Werk. Er hat eine Streitwertgrenze und eine Wartefrist von drei Monaten.

Wann ein Betriebsrechtsschutz wenig bringt

Ein EPU ohne Dienstnehmer, ohne Geschäftslokal und mit Vorauszahlung hat wenig Streitpotenzial. Dann reicht die Grunddeckung, und der Vertragsbaustein kann warten.

Für die Beratung im Einzelfall gibt es auch Angebote der Wirtschaftskammer für Mitglieder. Den Betriebsrechtsschutz ersetzen sie nicht, weil sie keine Prozesskosten tragen.

Vermittlung durch einen Versicherungsmakler

Norman Nammert vermittelt den Betriebsrechtsschutz als Versicherungsmakler und vergleicht Angebote mit gleichen Bausteinen. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist die Vermittlung kostenlos.

Schritt für Schritt

  1. Dienstnehmerzahl, Fahrzeuge und Geschäftslokal zusammenstellen.
  2. Die wahrscheinlichsten Streitfälle Ihres Betriebs benennen.
  3. Grunddeckung wählen und prüfen, ob Inkasso enthalten ist.
  4. Vertrags-Rechtsschutz mit passender Streitwertgrenze dazunehmen, wenn Kunden oft Mängel rügen.
  5. Selbstbehaltsvariante gegen den Nachlass abwägen.
  6. Angebote mit gleichen Bausteinen vergleichen.

Checkliste

  • Arbeits-Rechtsschutz, sobald Dienstnehmer da sind
  • Vertrags-Rechtsschutz mit ausreichender Streitwertgrenze
  • Liegenschafts-Rechtsschutz für das gemietete Geschäftslokal
  • Fahrzeug-Rechtsschutz für Firmenfahrzeuge
  • Versicherungssumme mindestens 280.000 Euro
  • Wartefrist und Vorversicherung geklärt

Häufige Fehler

  • Den Vertrags-Rechtsschutz weglassen, obwohl Mängelstreit das Hauptrisiko ist
  • Erst abschließen, wenn der Konflikt mit dem Kunden schon läuft
  • Den Selbstbehalt wählen und dann für jeden Fall den eigenen Anwalt wollen
  • Neue Dienstnehmer oder Fahrzeuge nicht melden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet ein Betriebsrechtsschutz für ein EPU?

Mit Bürotätigkeit und Grunddeckung ab etwa 150 Euro im Jahr,

mit Vertrags-Rechtsschutz eher 300 bis 600 Euro.

Ist die Versicherungssteuer schon enthalten?

In den genannten Prämien ja, sie beträgt in der Rechtsschutzversicherung 11 Prozent.

Lohnt sich der Selbstbehalt?

Für Betriebe mit wenigen Streitfällen oft ja, der Nachlass liegt bei einem Anbieter bei 25 Prozent.

Ist der Streit mit Kunden über Rechnungen versichert?

Nur mit dem Allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz.

Unbestrittene kleine Forderungen deckt manchmal schon das Inkasso der Grunddeckung.

Kann ich die Prämie absetzen?

Die Prämie für den Betriebsbereich ist Betriebsausgabe.

Private Bausteine gehören nicht dazu, fragen Sie Ihre Steuerberatung.

Gilt der Schutz sofort?

Schadenersatz und Strafrecht meist ab Beginn,

Arbeits- und Vertrags-Rechtsschutz erst nach drei Monaten Wartefrist.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Firmenrechtsschutz

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.

Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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