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Versicherungsmakler / Betriebsarten / Landwirtschaft und Natur

Versicherungen für landwirtschaftliche Betriebe in Österreich

Hagel im Juni, Dürre im August, ein Traktor auf der Landesstraße, ein Heustock, der sich selbst entzündet: Ein Bauernhof trägt die Risiken eines Unternehmens, eines Fuhrparks und eines Wohnhauses zugleich. Dazu kommen Hofladen, Urlaub am Bauernhof oder die Photovoltaik am Stadldach. Hier steht, was Sie brauchen, was es kostet und wo der Staat mitzahlt.

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Lohnt sich die Hagelversicherung, wenn der Staat ohnehin nach Katastrophen hilft?

Ja, und das ist in Österreich sogar politisch so gewollt. Bund und Länder zahlen 55 Prozent der Prämie für Wetterrisiken wie Hagel, Frost, Dürre, Sturm und Starkregen, Sie zahlen nur 45 Prozent. Hilfen aus dem Katastrophenfonds sind dagegen nicht planbar und für versicherbare Risiken meist nicht vorgesehen. Wer auf die Versicherung verzichtet, trägt den Ausfall in der Regel allein.

Was in dieser Branche schiefgeht

  1. 01

    Wetter auf dem Feld

    Hagel, Spätfrost, Dürre und Starkregen nehmen zu. Ein Unwetter kann die Ernte eines ganzen Jahres vernichten.

  2. 02

    Brand am Hof

    Selbstentzündung im Heustock, ein Funke an der Maschine, Blitzschlag: Stall und Stadl brennen schnell und vollständig.

  3. 03

    Traktor auf der Straße

    Verschmutzte Fahrbahn, ein überbreites Gerät, ein Unfall mit Radfahrern: Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht, die Folgen können hoch sein.

  4. 04

    Arbeit an Maschinen

    Zapfwellen, Ballenpressen und Hoflader gehören zu den häufigsten Unfallursachen in der Landwirtschaft.

  5. 05

    Wege und Gäste

    Als Wegehalter und bei Urlaub am Bauernhof haften Sie für den Zustand von Wegen, Spielplätzen und Zimmern.

  6. 06

    Diebstahl

    GPS-Empfänger, Diesel und Werkzeug verschwinden von Maschinen und aus offenen Hallen.

Risiko-Radar
Haftung 4Feuer und Wasser 5Diebstahl 3Cyber 1Ausfall 5Gesundheit 5

Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.

Welche Versicherungen Sie brauchen

Unverzichtbar

Betriebshaftpflicht

Deckt die Haftung als Landwirt, Grundbesitzer und Wegehalter, mit Hofladen und Urlaub am Bauernhof, wenn eingeschlossen.

Kfz-Versicherung

Kfz-Haftpflicht für Traktoren und Anhänger ist gesetzlich vorgeschrieben.

Betriebsgebäude

Für Wohnhaus, Stall, Stadl und Maschinenhalle gegen Feuer, Sturm und Hagel.

Dringend empfohlen

Betriebsinhalt

Ersetzt Vorräte, Futter, Saatgut und Inventar nach Brand oder Sturm.

Maschinenbruch

Für Mähdrescher, Traktoren und Feldspritzen gegen Bruch, Bedienfehler und Fremdkörper.

Photovoltaik

Für die Anlage am Stall- oder Stadldach, mit Ertragsausfall.

Berufsunfähigkeit

Ergänzt die Leistungen der SVS, die bei Erwerbsunfähigkeit oft knapp ausfallen.

Sinnvoll je nach Betrieb

Rechtsschutz

Für Streit um Pacht, Grenzen, Wegerechte und mit Behörden.

Was es kostet: Beispielprämien

Die meisten Höfe versichern Gebäude, Inventar und Haftpflicht in einem Landwirtschaftspaket, die Ernte separat über die Hagelversicherung. Für die Ernteversicherung zahlen Bund und Länder 55 Prozent der Prämie; öffentlich genannt werden Versicherungssummen, etwa 2.500 bis 3.000 Euro je Hektar Getreide oder Mais, nicht aber Prämien.

VersicherungBeispielRichtwert
BetriebshaftpflichtNebenerwerbsbetrieb mit 20 Hektar, im Landwirtschaftspaketetwa 250 bis 500 Euro im Jahr
BetriebshaftpflichtVollerwerbsbetrieb mit Hofladen und Urlaub am Bauernhofetwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr
BetriebsgebäudeWohnhaus, Stall und Maschinenhalle mit Neuwert 1,2 Mio. Euroetwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr
Kfz-VersicherungZwei Traktoren und drei Anhänger, Haftpflichtetwa 250 bis 700 Euro im Jahr
MaschinenbruchMähdrescher und Feldspritze mit Neuwert 450.000 Euroetwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr

Zum Vergleich: Die Haftpflicht eines kleinen Nebenerwerbsbetriebs kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei Tonnen Futterweizen ab Hof.

Richtwerte aus unserer Angebotspraxis, Stand September 2026, ohne 11 Prozent Versicherungssteuer. Die Förderung von 55 Prozent gilt für Wetterrisiken und Tierseuchen, nicht für Gebäude, Maschinen oder Haftpflicht.

Quellen der Preisbeispiele

Unsere Vorschläge: drei Pakete

01

Nebenerwerb

Für: kleiner Hof im Nebenerwerb mit Ackerbau oder Grünland

  • Betriebshaftpflicht
  • Kfz-Versicherung
  • Betriebsgebäude

Zusammen etwa 1.200 bis 2.500 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

02

Vollerwerb

Für: Ackerbaubetrieb mit eigenen Maschinen und Photovoltaik

  • Betriebshaftpflicht
  • Kfz-Versicherung
  • Betriebsgebäude
  • Betriebsinhalt
  • Maschinenbruch
  • Photovoltaik

Zusammen etwa 4.000 bis 9.000 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

03

Hof mit Gästen

Für: Betrieb mit Hofladen, Urlaub am Bauernhof und Familie im Betrieb

  • Betriebshaftpflicht
  • Kfz-Versicherung
  • Betriebsgebäude
  • Betriebsinhalt
  • Maschinenbruch
  • Photovoltaik
  • Berufsunfähigkeit
  • Rechtsschutz

Zusammen etwa 6.000 bis 13.000 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

Der schlimmste Tag am Hof

Sechs Schäden, wie sie auf österreichischen Höfen wirklich passieren. Hier alle an einem Tag in der Ernte. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

Schaden bis jetzt444.500 Euro
  1. Ein Stein gerät in das Schneidwerk des Mähdreschers. Trommel und Dreschkorb sind beschädigt.

    28.000 Euro · Zahlt: Maschinenbruch

  2. Erde vom Anhänger liegt auf der Landesstraße, ein Motorradfahrer stürzt.

    45.000 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung

  3. Ein Gast der Ferienwohnung stolpert über eine lose Stufe zum Spielplatz und bricht sich den Arm.

    9.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  4. Ein Hagelgewitter zerschlägt Dachplatten am Stall und die Module auf dem Stadldach.

    36.000 Euro · Zahlt: Photovoltaik

  5. Beim Nachbarn nimmt ein Kalb Schaden, weil Ihr Pflanzenschutzmittel bei Wind abgedriftet ist.

    6.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  6. Der frisch eingebrachte Heustock entzündet sich selbst, der Stadl brennt nieder.

    320.000 Euro · Zahlt: Betriebsgebäude

Welches Paket hätten Sie gehabt?

Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 444.500 Euro

Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.

Konkrete Tipps vom Makler

  1. Nutzen Sie die geförderte Ernteversicherung und prüfen Sie, ob Dürre und Frost mitversichert sind, nicht nur Hagel.
  2. Lassen Sie Nebentätigkeiten wie Hofladen, Maschinenring-Arbeit, Winterdienst und Urlaub am Bauernhof in der Haftpflicht nennen.
  3. Versichern Sie Gebäude zum Neuwert und aktualisieren Sie die Summen nach Zubauten.
  4. Messen Sie die Temperatur im Heustock in den ersten Wochen nach der Ernte, Selbstentzündung ist eine der häufigsten Brandursachen.
  5. Schließen Sie Photovoltaik mit Ertragsausfall ein, sonst fehlt der Stromerlös monatelang.
  6. Prüfen Sie, wie gut Sie über die SVS abgesichert sind, und ergänzen Sie privat, wenn der Hof vom eigenen Einkommen lebt.

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Wir kennen Wetter als Schadenursache

In der Bootsversicherung regulieren wir Sturm- und Hagelschäden selbst. Diese Praxis bringen wir ein, wenn am Hof ein Unwetter durchzieht.

Wir vergleichen die Pakete

Landwirtschaftsversicherungen unterscheiden sich stark in den Nebentätigkeiten. Als Makler holen wir mehrere Angebote ein.

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Seit 1989 in Familienhand. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Welche Versicherungen sind für einen Bauernhof Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Kfz-Haftpflicht für zugelassene Traktoren und Anhänger. Die Sozialversicherung läuft über die SVS. Haftpflicht, Gebäude und Ernte sind freiwillig, aber dringend zu empfehlen.

Wie hoch ist die Förderung der Hagelversicherung?

Bund und Länder übernehmen 55 Prozent der Prämie für Wetterrisiken und Tierseuchen, der Landwirt zahlt 45 Prozent.

Sind meine Familienangehörigen bei der Arbeit am Hof unfallversichert?

Mittätige Angehörige wie Ehepartner, Kinder und Eltern sind in der Unfallversicherung der Bauern bei der SVS grundsätzlich mitversichert. Freizeitunfälle deckt nur eine private Unfallversicherung.

Hafte ich für Wanderer auf meinen Wegen?

Als Wegehalter haften Sie für den Zustand von Wegen nur bei grober Fahrlässigkeit. Gegen solche Ansprüche und ihre Abwehr schützt die Betriebshaftpflicht.

Ist der Hofladen über die Landwirtschaftsversicherung gedeckt?

Nur, wenn er genannt ist. Direktvermarktung bringt Produkthaftung mit sich, die viele Grundverträge nicht enthalten.

Was kostet die Versicherung für einen Nebenerwerbsbetrieb?

Haftpflicht, Traktoren und Gebäude zusammen liegen meist bei etwa 1.200 bis 2.500 Euro im Jahr, die Ernteversicherung kommt nach Fläche und Kultur dazu.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Landwirtschaft anfordern

Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Photovoltaikversicherung

Kfz-Versicherung (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko)

Berufsunfähigkeitsversicherung

Betriebshaftpflichtversicherung

Betriebsinhaltsversicherung

Betriebsgebäudeversicherung

Maschinenbruchversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Verwandte Betriebsarten

Tierhaltung

Hafte ich, wenn meine Kühe auf der Alm einen Wanderer verletzen?

Gärtnerei und Obstbau

Welche Versicherung zahlt, wenn Hagel mein Glashaus und die Pflanzen darin zerstört?

Amtliche Einordnung

Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige (ÖNACE entspricht auf Klassenebene der europäischen NACE):

  • 01.11 Anbau von anderem Getreide als Reis sowie von Hülsenfrüchten und Ölsaaten
  • 01.12 Anbau von Reis
  • 01.14 Anbau von Zuckerrohr
  • 01.15 Anbau von Tabak
  • 01.16 Anbau von Faserpflanzen
  • 01.50 Gemischte Landwirtschaft
  • 01.61 Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den Pflanzenbau
  • 01.63 Nach der Ernte anfallende Tätigkeiten in der pflanzlichen Erzeugung und Saatgutaufbereitung
  • 01.70 Jagd, Fallenstellerei und damit verbundene Tätigkeiten

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

Zur Bootsversicherung

NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

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