Betriebshaftpflicht
Für Bienenstiche bei Dritten, Bestäubungsschäden beim Landwirt, Produkthaftung für Honig und Schäden bei Marktständen und Hoffesten.
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Ein Stich beim Nachbarn, ein umgekippter Bienenwagen auf der Fahrt zur Rapsblüte, eine Charge Honig, die reklamiert wird: Die Imkerei trägt Risiken, die viele erst bemerken, wenn es passiert ist. Hier steht, was Berufs- und Nebenerwerbsimker in Österreich absichern sollten und was es kostet.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Nein, Tierseuchen wie die Amerikanische Faulbrut fallen nicht unter die Betriebshaftpflicht oder eine übliche Sachversicherung, das Risiko ist am freien Markt praktisch nicht versicherbar. Der Österreichische Imkerbund bietet Mitgliedern über die Landesverbände eine Obligatorische Versicherung, die neben Haftpflicht auch Sachwerte am Bienenstand abdeckt, für behördlich angeordnete Vernichtung nach Faulbrut ist aber die zuständige Bezirksverwaltung und nicht eine private Polizze zuständig.
Ein Spaziergänger oder Nachbar reagiert allergisch auf einen Stich und braucht Rettung und Klinik, die Kosten landen beim Imker.
Ein Landwirt macht den Imker für eine schlechte Ernte verantwortlich, wenn Völker zu spät oder zu wenig aufgestellt wurden.
Ein Kunde reklamiert verunreinigten oder falsch etikettierten Honig, ein Produkthaftungsfall ist schnell teurer als der Jahresumsatz.
Bienenkisten fallen beim Umsetzen zur Raps- oder Lindenblüte vom Anhänger, Fahrzeug und Ladung werden beschädigt.
Bienenstöcke stehen oft abgelegen im Freiland und werden gestohlen oder mutwillig umgeworfen.
Eine gemeldete Tierseuche oder ein Pflanzenschutzunfall in der Nachbarschaft kostet ganze Völker, ohne dass eine Betriebshaftpflicht dafür einsteht.
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Unverzichtbar
Für Bienenstiche bei Dritten, Bestäubungsschäden beim Landwirt, Produkthaftung für Honig und Schäden bei Marktständen und Hoffesten.
Dringend empfohlen
Deckt Schleuder, Gerät, Beuten am Stand und eingelagerten Honig gegen Feuer, Sturm, Diebstahl und Vandalismus.
Für Transporter und Anhänger, mit denen Völker zur Wanderimkerei gefahren werden; auf öffentlichen Straßen ist die Haftpflicht Pflicht.
Sinnvoll je nach Betrieb
Für Berufsimker mit größerem Ertragsausfall, wenn nach einem Sachschaden am Stand oder an der Schleuderei eine Saison fehlt.
Für Bienenhäuser und feste Freistände als Ergänzung zur Inhaltsversicherung gegen Hochwasser und Vermurung.
Für Imkereien mit eigenem Online-Shop für Honig und Imkereibedarf, gegen Datenverlust und Betrugsversuche beim Bestellprozess.
Imker zahlen vor allem für die Betriebshaftpflicht, gestaffelt nach Völkerzahl, Umsatz und ob Wanderimkerei betrieben wird. Mitglieder im Österreichischen Imkerbund haben über die Landesverbände oft bereits eine Obligatorische Versicherung mit Grundschutz, die für Berufsimker mit eigenem Verkauf meist nicht ausreicht.
| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
|---|---|---|
| Betriebshaftpflicht | Nebenerwerbsimkerei mit bis zu 25 Völkern und Hofverkauf | etwa 100 bis 200 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Berufsimkerei mit rund 100 Völkern, 3 Millionen Euro Deckungssumme | etwa 130 bis 600 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Schleuder, Gerät und Lager im Wert von 20.000 Euro | etwa 150 bis 400 Euro im Jahr |
| Kfz-Versicherung | Transporter für die Wanderimkerei, Haftpflicht und Teilkasko | etwa 400 bis 900 Euro im Jahr |
| Betriebsunterbrechung | Ertragsausfall zwölf Monate für Berufsimkereien | etwa 300 bis 900 Euro im Jahr |
Zum Vergleich: Die Betriebshaftpflicht einer kleinen Imkerei kostet im Jahr ungefähr so viel wie 15 bis 20 Gläser Honig im Hofverkauf.
Richtwerte ohne Versicherungssteuer, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Angebotsbeispielen des deutschsprachigen Markts. Die Obligatorische Versicherung über die Landesverbände des Österreichischen Imkerbunds deckt Betriebshaftpflicht bis zu 1 Million Euro sowie Sachwerte am Bienenstand, reicht für Berufsimker mit eigenem Verkauf oder Bestäubungsaufträgen aber oft nicht aus. Das genaue Angebot holen wir ein.
01
Für: Hobby- und Nebenerwerbsimker mit Hofverkauf
Zusammen etwa 250 bis 600 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen02
Für: Berufsimker mit eigenem Verkauf und Bestäubungsaufträgen
Zusammen etwa 1.000 bis 2.500 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen03
Für: Betriebe mit häufigen Standortwechseln zur Bestäubung
Zusammen etwa 700 bis 1.700 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragenSechs Dinge, die Imkern wirklich passieren, zusammengelegt auf einen Tag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Beim Verladen für die Rapsblüte rutscht ein Volk vom Anhänger, der Transporter wird beschädigt.
Ein Wanderer wird am Wanderstand mehrfach gestochen und reagiert allergisch, Rettungseinsatz und Behandlung folgen.
Ein Landwirt macht den Imker für eine schwache Apfelernte verantwortlich, die Völker seien zu spät aufgestellt worden.
Ein Kunde erkrankt nach einem Glas Honig und meldet einen Produktfehler.
Unbekannte werfen nachts drei Bienenstöcke am freistehenden Lehrstand um, Beuten und Werkzeug sind zerstört.
Ein Kurzschluss in der Schleuderei setzt Lager und Gerät unter Wasser.
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.
Ansprüche von Landwirten nach angeblich verpasster oder mangelhafter Bestäubung sind die Lücke, die Imkereien am meisten unterschätzen. Als Makler vergleichen wir, welche Versicherer das sauber einschließen.
Wer Honig verkauft, haftet wie jeder Lebensmittelbetrieb. Wir sorgen dafür, dass diese Deckung wirklich in der Polizze steht.
Bienenstand, Transporter und Ihre private Absicherung betreuen wir aus einer Hand.
Viele Imkereien sind Nebenerwerbsbetriebe, wir kennen diese Struktur. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Fragen und Antworten
Für eine kleine Nebenerwerbsimkerei mit Hofverkauf sind 100 bis 200 Euro im Jahr ein realistischer Rahmen, für Berufsimkereien mit größerer Völkerzahl kann es bis zu 600 Euro werden.
Nein. Faulbrut und andere Bienenseuchen sind über die Betriebshaftpflicht oder eine Sachversicherung nicht abgedeckt, ein Verdachtsfall ist bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden.
Die Mitgliedschaft in einem Landesverband des Österreichischen Imkerbunds bringt in mehreren Bundesländern eine Obligatorische Versicherung mit Grundschutz mit. Für Berufsimker mit eigenem Verkauf, Bestäubungsaufträgen oder größerem Umsatz reicht das oft nicht und eine eigene Betriebshaftpflicht ist sinnvoll.
Der Transport der Völker gehört als Kfz-Risiko in die Fahrzeugversicherung, Schäden an Beuten und Ausrüstung beim Umsetzen sollten Sie zusätzlich in der Inhaltsversicherung klären.
Die SVS ist für selbstständige Imker ab einer bestimmten Betriebsgröße zuständig, angestellte Helfer sind über die AUVA versichert.
Nur wenn er ausdrücklich in der Betriebshaftpflicht genannt ist. Für Risiken wie Datenverlust oder Betrug beim Bestellprozess brauchen Sie zusätzlich eine Cyberversicherung.
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Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.
Zur BootsversicherungNAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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