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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Kann man in Österreich seine Hände versichern?

Kurz gesagt

Ja, in Österreich kann man seine Hände versichern, aber nicht mit einer eigenen Händepolizze. Der Schutz besteht aus einer privaten Unfallversicherung, bei der einzelne Versicherer für Musiker und Heilberufe die Hand bis auf 100 Prozent der Gliedertaxe aufwerten, und einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Krankheiten. Unfallschutz gibt es ab etwa 8 Euro im Monat.

Kann man in Österreich seine Hände versichern?

Was es kostet

Was Unfall- und Berufsunfähigkeitsschutz für die Hände in Österreich kostet.

BeispielRichtwert
Private Unfallversicherung, Einstiegab etwa 8 Euro im Monat
Unfallversicherung mit hoher Summe und Progression, Erwachseneretwa 15 bis 35 Euro im Monat
Mehrprämie für eine bessere Gliedertaxe der Händeetwa 10 bis 25 Prozent
Berufsunfähigkeit, 30 Jahre, Büroberuf, 1.500 Euro Renteetwa 50 bis 90 Euro im Monat
Berufsunfähigkeit, 30 Jahre, Handwerk, 1.500 Euro Renteetwa 100 bis 200 Euro im Monat

Stand Oktober 2026.

Der Einstiegspreis der Unfallversicherung stammt aus der genannten Quelle;

die übrigen Prämien und das Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.

Ihre Prämie hängt von Beruf, Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Zahnarzt in Graz, Unfallversicherung mit 200.000 Euro Summe

So wirkt eine bessere Gliedertaxe, wenn ein Unfall den rechten Zeigefinger vollständig unbrauchbar macht.

Übliche Gliedertaxe, Zeigefinger 10 Prozent20.000 Euro
Bessere Gliedertaxe, angenommen Zeigefinger 50 Prozent100.000 Euro
Halbe Funktion des Zeigefingers, bessere Taxe50.000 Euro
Mehrprämie für die bessere Gliedertaxeetwa 30 bis 60 Euro im Jahr

Bei vollständigem Verlust bringt die bessere Gliedertaxe 80.000 Euro mehr, ohne Progression gerechnet. Kann der Zahnarzt deshalb nicht mehr arbeiten, braucht er zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsrente.

Wie Sie Ihre Hände absichern

Eine Polizze nur für die Hände gibt es im Privatkundengeschäft praktisch nicht. Den Schutz Ihrer Hände stellen Sie aus der privaten Unfallversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung zusammen.

Die Unfallversicherung zahlt einen Einmalbetrag nach der Gliedertaxe, wenn ein Unfall die Hand dauerhaft schädigt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, auch nach einer Krankheit der Hände.

Was mit den Händen passiertUnfallversicherungBerufsunfähigkeitsversicherung
Schnittverletzung, Bruch, Quetschungja, nach Gliedertaxeja, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann
Arthrose, Rheuma, Sehnenscheidenentzündungnein, das ist kein Unfallja, unter derselben Voraussetzung
Teilweise Steifheit eines Fingersja, anteiligmeist nein, der Beruf bleibt möglich

Die Gliedertaxe für Hand und Finger in Österreich

Der Versicherungsverband gibt keine Empfehlung für die Gliedertaxe mehr heraus, jeder Versicherer legt die Werte selbst fest. Ein Beispiel aus Österreich: Daumen 20 Prozent, Zeigefinger 10 Prozent, anderer Finger 5 Prozent, ganzer Arm 80 Prozent.

Für Musiker werten einige wenige Versicherer Hand und Finger in einer eigenen Gliedertaxe auf, die Hand teils auf 100 Prozent. Für Heilberufe gibt es Tarife, die Hand, Daumen und Zeigefinger ebenfalls bis auf 100 Prozent anheben und berufsbedingte Infektionen einschließen.

Warum die Unfallversicherung allein für die Hände nicht reicht

Die Unfallversicherung zahlt nur nach einem Unfall. Verliert eine Chirurgin wegen Arthrose die Feinmotorik ihrer Hände, bekommt sie aus der Unfallversicherung nichts.

Der Invaliditätsgrad wird nach dem Unfall ärztlich festgestellt und bei teilweiser Funktionsstörung anteilig berechnet. Ob Sie Ihren Beruf noch ausüben können, spielt dafür keine Rolle; das deckt nur die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähigkeit in Österreich

Die staatliche Berufsunfähigkeitspension wird nur in etwa 25 Prozent der Fälle bewilligt und beträgt im Schnitt rund 1.300 Euro im Monat. Wer von seinen Händen lebt, hat damit eine große Lücke.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt die vereinbarte Rente, meist wählbar zwischen 100 und 5.000 Euro, begrenzt auf einen Teil des Einkommens. Für Berufe mit hohem Handrisiko ist die Prämie höher.

Wann Sie keine Sondertaxe für die Hände brauchen

Arbeiten Sie vor allem am Schreibtisch, reicht für Ihre Hände meist die normale Gliedertaxe. Die Mehrprämie für eine Sondertaxe zahlt sich vor allem für Musiker, Ärzte, Zahnärzte, Physiotherapeuten und Handwerker aus.

Schritt für Schritt

  1. Klären, welche Finger und Bewegungen Ihr Einkommen tragen.
  2. Die Gliedertaxe mehrerer Unfallversicherungen für Hand, Daumen und Zeigefinger vergleichen.
  3. Im Antrag angeben, dass Sie Ihren Beruf vorwiegend mit den Händen ausüben.
  4. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit passender Rente prüfen.
  5. Angebote vergleichen lassen; Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler, die Courtage zahlt der Versicherer.

Checkliste

  • Gliedertaxe für Hand, Daumen und Zeigefinger schriftlich vorliegen
  • Sonderwerte für Ihren Beruf vereinbart
  • Regel für Teilverlust und mehrere Finger gelesen
  • Berufsunfähigkeitsrente reicht für Ihre Fixkosten
  • Gesundheitsfragen zu Händen und Gelenken vollständig beantwortet

Häufige Fehler

  • Annehmen, die Unfallversicherung zahle bei Berufsaufgabe automatisch die volle Summe
  • Krankheiten der Hände ohne Berufsunfähigkeitsschutz lassen
  • Den Beruf im Antrag zu allgemein angeben
  • Nur auf die staatliche Pension vertrauen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Kann man einzelne Finger versichern?

Nicht einzeln,

aber jeder Finger hat in der Gliedertaxe einen eigenen Prozentsatz, den bessere Tarife erhöhen.

Zahlt die Unfallversicherung bei einer Sehnenscheidenentzündung?

Nein, das ist eine Erkrankung und kein Unfall.

Dafür ist die Berufsunfähigkeitsversicherung gedacht.

Gibt es in Österreich eine einheitliche Gliedertaxe?

Nein.

Eine Verbandsempfehlung gibt es nicht mehr, jeder Versicherer legt seine Werte selbst fest.

Vergleichen lohnt sich daher besonders bei den Händen.

Lohnt sich eine bessere Gliedertaxe für Büroberufe?

Meist nicht.

Sie lohnt sich, wenn Ihr Einkommen an der Feinmotorik Ihrer Hände hängt.

Hilft die gesetzliche Unfallversicherung bei Handverletzungen?

Sie gilt für Arbeits- und Wegunfälle.

Unfälle in Freizeit und Haushalt deckt nur die private Unfallversicherung.

Quellen

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In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

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