Alles zur Versicherung: Drohnenversicherung
Brauche ich für meine Drohne eine Versicherung?
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Kurz gesagt
Muss ich meine Drohne in Österreich registrieren? Ja, ab 250 Gramm oder mit Kamera, bei Austro Control um 46,80 Euro für drei Jahre und nur mit Polizzennummer. Einen Drohnenführerschein brauchen Sie ab 250 Gramm: Kurs und Prüfung mit 40 Fragen sind online und kostenlos, der Nachweis gilt fünf Jahre. Unter 250 Gramm ohne Kamera entfällt beides.
Was Registrierung, Führerschein und Versicherung in Österreich kosten, Stand Oktober 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Registrierung als Betreiber bei Austro Control | 46,80 Euro für drei Jahre |
| Verlängerung der Registrierung | 46,80 Euro für weitere drei Jahre |
| Kompetenznachweis A1/A3, online | 0 Euro, 5 Jahre gültig |
| Zusatzprüfung A2 bei Austro Control | 69,60 Euro |
| Eigene Drohnenhaftpflicht, leichteste Gewichtsklasse | ab etwa 42 Euro im Jahr |
Gebühren nach den Angaben von Austro Control und öffentlich genannten Tarifen, Stand Oktober 2026.
Ihre Prämie hängt von Gewicht, Summe und Geltungsbereich ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Ein Hobbyfilmer kauft seine erste größere Drohne und will alles richtig machen. Das kommt auf ihn zu.
| Drohnenhaftpflicht, Polizzennummer für die Registrierung | ab etwa 42 Euro im Jahr |
| Registrierung bei Austro Control | 46,80 Euro für drei Jahre, rund 15,60 Euro im Jahr |
| Kompetenznachweis A1/A3 | kostenlos für fünf Jahre |
| Zusatzprüfung A2 | nicht nötig, solange er Abstand zu Menschen hält |
Zusammen rund 58 Euro im Jahr, also unter 5 Euro im Monat.
Registrierung und Führerschein betreffen verschiedene Rollen. Registrieren muss sich der Betreiber, also wer die Drohne besitzt und über ihren Einsatz bestimmt. Er muss mindestens 18 Jahre alt sein und bekommt eine Nummer, die auf jede seiner Drohnen gehört.
Den Kompetenznachweis braucht dagegen, wer die Drohne steuert, ab 16 Jahren. Fliegen Sie selbst, betrifft Sie beides. Verleihen Sie die Drohne, bleibt Ihre Nummer drauf, aber der Pilot braucht ab 250 Gramm einen eigenen Nachweis.
Entscheidend sind Startgewicht und Ausstattung. Die Kamera ist der Punkt, den viele übersehen: Auch eine Drohne unter 250 Gramm muss registriert werden, sobald sie filmen kann. Ausgenommen sind nur Spielzeugdrohnen, die der EU-Spielzeugrichtlinie entsprechen.
Für Drohnen unter 250 Gramm brauchen Sie keinen Kompetenznachweis, es genügt, die Anleitung des Herstellers zu kennen.
| Drohne | Registrierung | Führerschein |
|---|---|---|
| unter 250 Gramm, ohne Kamera | nein | nein |
| unter 250 Gramm, mit Kamera | ja, 46,80 Euro für drei Jahre | nein, Anleitung kennen genügt |
| ab 250 Gramm, fern von Menschen | ja | Kompetenznachweis A1/A3 |
| Klasse C2, näher an Menschen | ja | A1/A3 und Zusatzprüfung A2 |
| Spielzeugdrohne nach EU-Spielzeugrichtlinie | nein | nein |
Sie registrieren sich online auf der Plattform Dronespace von Austro Control und zahlen 46,80 Euro. Dabei fragt Austro Control die Nummer Ihrer Haftpflichtpolizze ab. Ohne Versicherung bekommen Sie also keine Registrierungsnummer.
Die Registrierung gilt drei Jahre und kostet bei der Verlängerung wieder 46,80 Euro. Die Nummer kleben Sie gut lesbar auf jede Drohne, auch wenn Sie mehrere haben. Erledigen Sie das vor dem ersten Flug.
Für den Kompetenznachweis A1/A3 arbeiten Sie auf Dronespace einen Onlinekurs durch und legen danach die Prüfung mit 40 Fragen ab. Beides ist kostenlos. Den Nachweis speichern oder drucken Sie und haben ihn bei jedem Flug dabei, er gilt fünf Jahre.
Die Zusatzprüfung A2 kostet 69,60 Euro, hat 30 Fragen und wird bei Austro Control abgelegt, Anmeldung mindestens zehn Werktage vorher. Vorher üben Sie praktisch selbst. A2 lohnt sich nur, wenn Sie mit einer Drohne der Klasse C2 näher an Menschen fliegen wollen.
Fliegen Sie eine Drohne unter 250 Gramm ohne Kamera oder eine Spielzeugdrohne nach EU-Richtlinie, entfallen Registrierung und Führerschein. Dasselbe gilt für Flüge nur in der Wohnung.
Die Haftpflicht bleibt trotzdem wichtig. Das Luftfahrtgesetz verpflichtet den Halter dazu, und ein Personenschaden durch eine kleine Drohne kann teuer werden. Ob reine Spielzeugdrohnen darunter fallen, ist nicht eindeutig geregelt.
Auch mit Nachweis gilt in der offenen Kategorie eine Höhe von höchstens 120 Metern, und über Menschenansammlungen dürfen Sie nicht fliegen. Gesperrte Zonen um Flughäfen prüfen Sie vor jedem Flug in der Karte auf Dronespace.
Wer gegen die Regeln fliegt, riskiert Strafen bis 22.000 Euro. Bei einem Schaden kann zusätzlich der Versicherer die Leistung kürzen oder Geld zurückfordern, wenn Sie ohne Nachweis oder in einer Sperrzone unterwegs waren.
Fragen und Antworten
Nein. Registriert wird der Betreiber. Dieselbe Nummer kommt auf alle Ihre Drohnen.
Nein, die Anleitung des Herstellers zu kennen genügt. Registrieren müssen Sie sich trotzdem, wenn sie eine Kamera hat.
Der Kompetenznachweis A1/A3 ist kostenlos, die Zusatzprüfung A2 kostet 69,60 Euro.
Steuern dürfen Sie ab 16 Jahren mit Nachweis. Als Betreiber registrieren können sich nur Personen ab 18 Jahren.
Ja, er beruht auf EU-Recht und gilt in der ganzen EU. Örtliche Sperrzonen und der Geltungsbereich Ihrer Polizze kommen hinzu.
Die Behörde kann Strafen bis 22.000 Euro verhängen. Bei einem Schaden kann zusätzlich der Versicherer Ärger machen.
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