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Was ist eine Pflegerentenversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Eine Pflegerentenversicherung in Österreich zahlt Ihnen eine feste Monatsrente, sobald Sie eine vereinbarte Pflegegeldstufe erreichen, zusätzlich zum Pflegegeld des Staates. Was ist sie wert? Für 400 Euro ab Stufe 3 bis 1.600 Euro in Stufe 7 zahlen Sie mit 25 Jahren rund 21 Euro im Monat, mit 35 rund 38 Euro und mit 55 rund 90 Euro. Das Geld verwenden Sie frei.

Was ist eine Pflegerentenversicherung in Österreich?

Was es kostet

Prämien aus einer veröffentlichten Beispielrechnung für Österreich, Pflegegeld nach den Werten der Pensionsversicherung für 2026.

BeispielRichtwert
25 Jahre, Rente 400 Euro in Stufe 3 bis 1.600 Euro in Stufe 7rund 21 Euro im Monat
35 Jahre, gleiche Renterund 38 Euro im Monat
55 Jahre, gleiche Renterund 90 Euro im Monat
Halbe Rente, 200 bis 800 Euro, mit 35 Jahrenrund 19 Euro im Monat
Kombiprodukt mit Sparteil, 25 bis 55 Jahrerund 92 bis 215 Euro im Monat

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Beispielrechnungen.

Dass die Lücke zu Hause oft am größten ist, ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Ihre Prämie hängt von Alter, Gesundheit und Leistungsstufen ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

35 Jahre, gesund, Pflegerente bis 1.600 Euro

Was Sie einzahlen und was im Pflegefall in Stufe 5 zusätzlich zum Pflegegeld ankommt.

Prämierund 38 Euro im Monat
Prämie in 40 Jahren bei gleichbleibender Höherund 18.240 Euro
Pflegegeld Stufe 51.206,90 Euro im Monat
Private Rente Stufe 5800 Euro im Monat

Zusammen rund 2.007 Euro im Monat. Nach knapp zwei Jahren in Stufe 5 ist mehr ausgezahlt als eingezahlt. Wer früher pflegebedürftig wird, hat entsprechend weniger eingezahlt.

So funktioniert eine Pflegerente in Österreich

Das Pflegegeld richtet sich nach dem Pflegebedarf in Stunden und ist in sieben Stufen eingeteilt. Eine private Pflegerente knüpft an diese Stufen an: Sie vereinbaren für jede Stufe ab einer bestimmten Höhe einen festen Betrag, zum Beispiel 400 Euro in Stufe 3 und 1.600 Euro in Stufe 7.

Die Rente kommt zusätzlich zum Pflegegeld und ohne Rechnungen. Sie können damit die 24-Stunden-Betreuung zu Hause, einen mobilen Dienst oder Angehörige bezahlen, die Sie pflegen.

PflegegeldstufePflegegeld 2026 im MonatBeispiel private Rente
Stufe 1206,20 Euromeist keine Leistung
Stufe 2380,30 Euromeist keine Leistung
Stufe 3592,60 Euro400 Euro
Stufe 4888,50 Euro600 Euro
Stufe 51.206,90 Euro800 Euro
Stufe 61.685,40 Euro1.200 Euro
Stufe 72.214,80 Euro1.600 Euro

Wie groß die Lücke ist

Das Pflegegeld deckt nur einen Teil der echten Kosten. Eine öffentlich veröffentlichte Beispielrechnung kommt auf rund 1.810 Euro im Monat, die zwischen Pflegegeld und tatsächlichen Pflegekosten offen bleiben.

Im Pflegeheim greift das Land seit 2018 nicht mehr auf Ihr Vermögen zu, Pension und Pflegegeld fließen aber weitgehend in die Heimkosten. Eine große Lücke entsteht deshalb oft bei der Pflege zu Hause. Genau dort hilft eine frei verwendbare Rente am meisten.

Reiner Risikotarif oder Kombiprodukt

Die günstigen Tarife sind reine Risikotarife: Sie zahlen Prämie, und nur im Pflegefall gibt es Geld. Kündigen Sie, bekommen Sie nichts zurück. Mit 25 Jahren kosten sie je nach Rentenhöhe rund 11 bis 21 Euro, mit 55 rund 45 bis 90 Euro.

Kombiprodukte mit Sparteil kosten mit 25 Jahren rund 92 Euro, mit 55 rund 215 Euro. Dafür bauen sie einen Rückkaufswert auf, im veröffentlichten Beispiel rund 50.000 Euro mit 75 Jahren. Für die meisten ist der günstige Risikotarif die bessere Wahl, das gesparte Geld legen Sie selbst an.

EintrittsalterRisikotarif, kleine RenteRisikotarif, doppelte RenteKombiprodukt
25 Jahrerund 11 Eurorund 21 Eurorund 92 Euro
35 Jahrerund 19 Eurorund 38 Eurorund 114 Euro
55 Jahrerund 45 Eurorund 90 Eurorund 215 Euro

Die Nachteile und wann Sie keine brauchen

Viele Tarife zahlen erst ab Stufe 3. In den Stufen 1 und 2, die viel häufiger sind, gibt es dann nichts. Die Prämie kann im Lauf der Jahre angepasst werden, und Vorerkrankungen führen zu Zuschlag oder Ablehnung.

Wer genug Vermögen oder eine hohe Pension hat, trägt die Pflege selbst. Ist das Budget knapp, kommen Berufsunfähigkeit und Haftpflicht zuerst. Wer früh abschließt, zahlt deutlich weniger: Laut der Beispielrechnung ist der frühere Einstieg nach rund neun Jahren wieder hereingeholt.

Schritt für Schritt

  1. Eigene Lücke schätzen: erwartete Pflegekosten minus Pflegegeld und Pension.
  2. Festlegen, ab welcher Stufe die Rente beginnen soll.
  3. Reinen Risikotarif und Kombiprodukt getrennt vergleichen.
  4. Bedingungen zur Prämienanpassung lesen.
  5. Gesundheitsfragen vollständig und ehrlich beantworten.

Checkliste

  • Leistung möglichst schon ab Stufe 2 oder 3
  • Prämienfreiheit im Pflegefall vereinbart
  • Rente je Stufe in Euro klar beziffert
  • Rückkaufswert nur dann bezahlt, wenn Sie ihn wirklich wollen
  • Wartezeit bekannt

Häufige Fehler

  • Glauben, das Pflegegeld decke die Pflege zu Hause
  • Ein teures Kombiprodukt nehmen, obwohl ein Risikotarif genügt
  • Nur auf Stufe 7 schauen, obwohl die niedrigen Stufen viel häufiger sind
  • Mit dem Abschluss warten, bis die ersten Beschwerden da sind

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wird die private Pflegerente auf das Pflegegeld angerechnet?

Nein. Das Pflegegeld richtet sich nach dem Pflegebedarf. Die private Rente kommt aus Ihrem eigenen Vertrag dazu.

Ab welcher Stufe zahlt die Pflegerente?

Das legt der Tarif fest. Viele zahlen ab Stufe 3, bessere schon ab Stufe 1 oder 2 mit kleineren Beträgen.

Was ist der Unterschied zur Pflegekostenversicherung?

Die Pflegerente zahlt einen festen Betrag ohne Belege. Eine Kostenversicherung ersetzt nur nachgewiesene Rechnungen und hilft wenig, wenn die Familie pflegt.

Bekomme ich bei Kündigung Geld zurück?

Beim reinen Risikotarif nicht. Nur Kombiprodukte mit Sparteil haben einen Rückkaufswert.

Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?

Das hängt vom Versicherer ab. Mit dem Alter steigen Prämie und das Risiko einer Ablehnung deutlich.

Quellen

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Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen und vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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