Alles zur Versicherung: Eigenheim
Muss ich mein Haus in Österreich versichern?
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Kurz gesagt
Meist ja, wenn Sie einen Schaden von einigen hundert Euro ohne Mühe selbst zahlen können. Übliche Selbstbehalte liegen bei 100 bis 500 Euro je Schaden und senken die Prämie oft um 10 bis 25 Prozent, in manchen Tarifen mehr. Verzichten Sie darauf, wenn Rücklagen fehlen oder Ihr Haus alte Leitungen hat und öfter kleine Wasserschäden bringt.
Öffentlich genannte Werte für Österreich, Wirkung des Selbstbehalts auf die Jahresprämie.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Einfamilienhaus, einfache Deckung ohne Selbstbehalt | ab etwa 200 Euro im Jahr |
| Selbstbehalt 200 bis 300 Euro | rund 20 Prozent weniger Prämie |
| Selbstbehalt 500 Euro | rund 25 Prozent weniger Prämie |
| Selbstbehalt allgemein, je nach Tarif | etwa 10 bis 25 Prozent, vereinzelt bis 40 Prozent |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Werten. Das Rechenbeispiel und die Einschätzung, wann sich der Selbstbehalt rechnet, sind Richtwerte aus der Angebotspraxis. Ihr Nachlass hängt vom Tarif ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So sieht die Rechnung über fünf Jahre aus, wenn einmal ein Wasserrohr bricht und der Schaden 2.500 Euro kostet.
| Ersparnis mit 300 Euro Selbstbehalt, rund 20 Prozent | etwa 95 Euro im Jahr |
| Ersparnis über fünf Jahre | etwa 475 Euro |
| Selbstbehalt beim Schaden | 300 Euro |
| Zahlung des Versicherers | 2.200 Euro |
Unterm Strich bleiben Ihnen rund 175 Euro. Kommt ein zweiter Schaden dazu, wäre der Vertrag ohne Selbstbehalt günstiger gewesen.
Sie vereinbaren in der Polizze einen festen Betrag, den Sie bei jedem Schaden selbst tragen. Der Versicherer zahlt nur den Rest. Reißt der Sturm Dachziegel für 3.000 Euro herunter und haben Sie 300 Euro Selbstbehalt, bekommen Sie 2.700 Euro.
Kleine Schäden unter dem Selbstbehalt melden Sie gar nicht. Dem Versicherer bleibt die Bearbeitung erspart, dafür senkt er die Prämie.
| Selbstbehalt | Typische Wirkung | Passt, wenn |
|---|---|---|
| keiner | volle Prämie | Rücklagen knapp sind oder das Haus schadenanfällig ist |
| 100 bis 250 Euro | etwa 10 bis 20 Prozent weniger | Sie Kleinigkeiten ohnehin selbst reparieren |
| 500 Euro | in Beispielen rund 25 Prozent weniger | Sie Rücklagen haben und nur größere Schäden absichern wollen |
| Selbstbehalt in Prozent | wächst mit dem Schaden | nur für einzelne Bausteine sinnvoll, im Grundvertrag eher meiden |
Teilen Sie den Selbstbehalt durch die jährliche Ersparnis. Sparen Sie mit 300 Euro Selbstbehalt 60 Euro Prämie, haben Sie ihn nach fünf schadenfreien Jahren wieder herinnen. Ein Schaden alle fünf Jahre ist also etwa ein Nullsummenspiel, zwei sind ein Verlust.
Es gibt einen zweiten Vorteil: Wer kleine Schäden selbst trägt, hat weniger Vorschäden in der Akte. Nach einem gemeldeten Schaden dürfen beide Seiten binnen eines Monats kündigen, und bei einem neuen Antrag wird nach früheren Schäden gefragt.
Bei älteren Häusern mit alten Wasserleitungen kommen Leitungswasserschäden öfter vor. Dann zahlen Sie den Selbstbehalt womöglich mehrmals, und die Ersparnis ist rasch aufgebraucht.
Auch wenn eine überraschende Rechnung von 500 Euro Sie in Bedrängnis bringt, ist die niedrigere Prämie die falsche Ersparnis.
In Österreich laufen Eigenheimverträge oft zehn Jahre mit Dauerrabatt. Dieser Rabatt ist etwas anderes als der Selbstbehalt: Er bindet Sie länger, der Selbstbehalt kostet Sie im Schadenfall Geld.
Als Verbraucher können Sie lange Verträge nach drei Jahren trotzdem kündigen, der Versicherer kann den Dauerrabatt aber nachverrechnen, wenn die Polizze das vorsieht. Vergleichen Sie Angebote deshalb mit gleichem Selbstbehalt und gleicher Laufzeit.
Fragen und Antworten
Für viele Hausbesitzer passen 200 bis 300 Euro. 500 Euro lohnen, wenn Sie gute Rücklagen haben und der Nachlass spürbar höher ist.
Ja, er fällt bei jedem Schadenfall neu an. Zwei Schäden im Jahr kosten Sie also zweimal den Selbstbehalt.
Meist ja, in Absprache mit dem Versicherer oder zum Ende der Versicherungsperiode. Die Prämie wird dann neu berechnet.
Zahlen würde der Versicherer nichts. Einen Schaden, der größer werden kann, etwa einen Rohrbruch, melden Sie trotzdem sofort.
Oft ja. Die Katastrophendeckung hat in vielen Tarifen eigene Grenzen, häufig nur einige tausend Euro. Lesen Sie diese Zahlen in der Polizze.
In der Regel nicht. Bei vinkulierter Polizze will die Bank vor allem, dass das Haus zum vollen Neubauwert versichert ist.
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Für ein Einfamilienhaus zahlen Sie in Österreich meist etwa 200 bis 600 Euro im Jahr, einfache Deckungen beginnen bei …
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Zahlt die Eigenheimversicherung bei einem Leitungswasserschaden?
Ja, Leitungswasser ist in fast jeder Eigenheimversicherung enthalten. Gezahlt werden ausgetretenes Wasser aus Leitunge …
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Meist liegt es an der vereinbarten Wertanpassung: Ihre Polizze folgt dem Baukostenindex, bei der Haushaltsversicherung …
NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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