Alles zur Versicherung: Private Pensionsvorsorge
Brauche ich in Österreich überhaupt eine private Pensionsvorsorge?
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Kurz gesagt
Nein, die Riester-Rente ist ein deutsches Produkt und wird in Österreich nicht angeboten. Das nächste Gegenstück ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge. 2026 legt der Staat 4,25 Prozent auf Einzahlungen bis 3.817,04 Euro drauf, also höchstens 162,22 Euro im Jahr. Kinderzulagen wie in Deutschland gibt es nicht, dafür eine Bindung von mindestens zehn Jahren.
Gesetzliche Werte für Österreich 2026 und ein Richtwert zu den Kosten.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Staatliche Prämie Zukunftsvorsorge 2026 | 4,25 Prozent der Einzahlung |
| Höchste geförderte Einzahlung 2026 | 3.817,04 Euro im Jahr |
| Höchste staatliche Prämie 2026 | 162,22 Euro im Jahr |
| Einzahlung 100 Euro im Monat | Prämie 51 Euro im Jahr |
| Aktienquote bei Verträgen ab August 2013, bis 50 Jahre | 15 bis 60 Prozent |
Prämie und Höchstbetrag sind gesetzlich festgelegt, Stand September 2026. Die Kosten im Text stammen aus einem veröffentlichten Einzelfall und sind kein Durchschnitt; die Kosten Ihres Vertrags stehen in den Vertragsunterlagen. Keine Steuer- oder Anlageberatung.
Rechenbeispiel
So groß ist die staatliche Förderung bei einer üblichen Rate.
| Einzahlung im Jahr | 1.200 Euro |
| Staatliche Prämie 4,25 Prozent | 51 Euro |
| Einzahlungen nach zehn Jahren | 12.000 Euro |
| Prämien nach zehn Jahren | 510 Euro |
Die Prämie bringt in zehn Jahren 510 Euro. Das ist weniger als ein Prozentpunkt Kosten im Jahr über dieselbe Zeit auffressen kann. Vergleichen Sie deshalb zuerst die Kosten, dann die Prämie.
Die Riester-Rente beruht auf deutschem Steuerrecht und richtet sich an Personen in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Wer in Österreich wohnt und arbeitet, kann sie hier nicht abschließen.
Österreich fördert die private Pensionsvorsorge anders: mit einer festen Prämie auf die Einzahlung, unabhängig von Einkommen und Kinderzahl. Die Förderung ist deutlich kleiner als in Deutschland, dafür einfacher.
Sie zahlen in einen Vertrag bei einer Versicherung oder einer Fondsgesellschaft ein. Der Staat schreibt jedes Jahr 4,25 Prozent Ihrer Einzahlung gut, 2026 auf höchstens 3.817,04 Euro. Erträge bleiben steuerfrei, wenn das Geld später als lebenslange Pension ausgezahlt wird.
Ein Teil des Geldes muss in Aktien liegen, bei Verträgen ab August 2013 zwischen 15 und 60 Prozent bis zum 50. Lebensjahr, danach weniger. Die ersten zehn Jahre kommen Sie nicht an das Kapital.
| Merkmal | Riester in Deutschland | Zukunftsvorsorge in Österreich |
|---|---|---|
| Förderung | Zulage 175 Euro plus bis 300 Euro je Kind | 4,25 Prozent auf die Einzahlung |
| Höchste Förderung ohne Kinder | 175 Euro plus Steuervorteil | 162,22 Euro im Jahr 2026 |
| Kinder | eigene Zulage je Kind | keine eigene Förderung |
| Bindung | bis zur Rente | mindestens zehn Jahre |
| Auszahlung in bar | Rückzahlung der Förderung | halbe Prämie zurück, Erträge mit 27,5 Prozent versteuert |
Die Prämie ist ein kleiner, sicherer Zuschlag. Bei vollem Betrag sind das 162,22 Euro im Jahr. Ob am Ende mehr herauskommt als bei einem freien Fondssparplan, hängt fast nur an den Kosten des Vertrags.
In einem veröffentlichten Einzelfall lagen die Fondskosten bei über 2 Prozent im Jahr, der Vertrag brachte nach über zwölf Jahren kaum mehr als die Einzahlungen. Wer flexibel bleiben will oder hohe Kosten sieht, fährt mit einem günstigen Fondssparplan oft besser. Wer eine lebenslange Zusatzpension will und Kosten vergleicht, kann die Prämie gut mitnehmen.
Einen bestehenden deutschen Riester-Vertrag können Sie nach dem Umzug nach Österreich in der Regel ruhen lassen. Innerhalb der EU müssen bereits erhaltene Zulagen grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden, neue Zulagen gibt es meist nicht mehr.
Kündigen Sie den Vertrag nicht voreilig. Klären Sie mit dem deutschen Anbieter schriftlich, was bei Ihnen gilt, und prüfen Sie daneben die Zukunftsvorsorge für neue Beiträge.
Fragen und Antworten
Nein. Riester gibt es nur für Personen in der deutschen Rentenversicherung. In Österreich ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge das nächste Gegenstück.
4,25 Prozent auf Einzahlungen bis 3.817,04 Euro im Jahr, also höchstens 162,22 Euro.
Nein, anders als bei Riester hängt die Prämie nicht von der Kinderzahl ab.
Er kann in der Regel ruhen. Bereits erhaltene Zulagen müssen innerhalb der EU grundsätzlich nicht zurück, neue gibt es meist nicht mehr. Fragen Sie den Anbieter schriftlich.
Nein, in den ersten zehn Jahren ist keine Auszahlung vorgesehen. Danach geht es, kostet aber die halbe Prämie und 27,5 Prozent Steuer auf die Erträge.
Oft günstiger und flexibler, aber ohne Prämie und ohne lebenslange Pension. Entscheidend sind die Kosten.
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