Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Bekomme ich eine Pension, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann?
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Kurz gesagt
Bis zu Ihrem eigenen Regelpensionsalter, bei Männern 65, bei Frauen je nach Jahrgang zwischen 60 und 65. Gerade die letzten Berufsjahre sind die riskantesten, und ein Endalter von 60 spart als Richtwert 20 bis 35 Prozent Prämie, lässt aber die teuersten Jahre offen. Versicherungsdauer und Leistungsdauer sind dabei zwei verschiedene Zahlen.
Veröffentlichte Prämienbeispiele österreichischer Tarife, dazu die staatliche Leistung als Vergleich.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 30 Jahre, Betriebswirt, 2.500 Euro Rente, Endalter 67 | rund 80 Euro im Monat |
| 30 Jahre, Betriebswirt, 2.500 Euro Rente, Endalter 65 | rund 66 Euro im Monat |
| 29 Jahre, Softwareentwickler, 1.000 Euro Rente | ab etwa 20 Euro im Monat |
| 43 Jahre, Elektriker, 3.000 Euro Rente | ab etwa 240 Euro im Monat |
| Rehabilitationsgeld als Vergleich | rund 60 Prozent des letzten Bezugs, mindestens 1.308,39 Euro im Monat (2026) |
Richtwerte, Stand September 2026. Die Werte für Endalter 67 und 65 stammen aus einem veröffentlichten Tarifbeispiel, die Prämien für kürzere Endalter sind daraus fortgerechnet und damit Richtwert aus der Angebotspraxis. Regelpensionsalter, Abschläge und Rehabilitationsgeld nach Angaben der Pensionsversicherung und der Gesundheitskasse. Ihr genaues Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Was die fünf Jahre sparen und was sie im Ernstfall kosten.
| Ihr Regelpensionsalter | 65 Jahre, weil sie nach dem 1. Juli 1968 geboren ist |
| Prämie bis 65, 1.800 Euro Rente, Richtwert | etwa 95 bis 130 Euro im Monat |
| Prämie bis 60, Richtwert | etwa 60 bis 100 Euro im Monat |
| Ersparnis über 30 Jahre | etwa 10.800 bis 12.600 Euro |
| Wird sie mit 58 berufsunfähig | die Rente endet mit 60, fünf Jahre fehlen |
| Entgangene Rente | 108.000 Euro |
Sie bleibt beim Endalter 65 und senkt stattdessen die Rente auf 1.600 Euro. Rechenbeispiel mit Richtwerten.
Die Laufzeit soll dort enden, wo Ihre Alterspension beginnt. Für Männer ist das der 65. Geburtstag. Für Frauen wird das Regelpensionsalter seit 2024 in Halbjahresschritten von 60 auf 65 angehoben, betroffen sind die Jahrgänge ab dem 1. Jänner 1964; ab dem Jahrgang 1. Juli 1968 gilt 65. Nehmen Sie also Ihr Jahr und nicht eine Faustzahl.
Wer früher aufhören will, denkt vielleicht an die Korridorpension ab 62 oder die Schwerarbeitspension ab 60. Beides hat harte Bedingungen, vor allem Versicherungsjahre, und beides bringt Abschläge. Eine BU, die mit 60 endet, weil man mit 60 aufhören möchte, ist eine Wette auf diese Bedingungen. Im Zweifel gilt: Endalter nach dem Regelpensionsalter wählen, nicht nach dem Wunsch.
Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, steigt mit dem Alter deutlich an. Rücken, Gelenke, Herz und Krebs treffen selten die Dreißigjährigen. Die Krankheitsbilder sind dieselben wie in Deutschland, und dort entfallen auf die Altersgruppe von 47 bis 55 Jahren rund 36 Prozent aller Leistungsentscheidungen.
Wer die Laufzeit vorzieht, streicht damit genau die Jahre, für die er den Vertrag eigentlich abgeschlossen hat. Die letzten fünf Jahre sind in der Prämie billig, weil ihr Beitrag über die gesamte Laufzeit verteilt wird. Im Ernstfall sind sie dagegen das Teuerste, was fehlt.
Die Versicherungsdauer sagt, bis wann die Berufsunfähigkeit eintreten darf, damit der Vertrag greift. Die Leistungsdauer sagt, bis wann dann gezahlt wird. In Angeboten steht oft nur ein Endalter, und das verdeckt den Unterschied.
Manche Tarife bieten eine Versicherungsdauer bis 60 mit Leistungsdauer bis 65, andere eine kürzere Prämienzahlung bei längerem Schutz. Das kann sinnvoll und günstig sein, solange Sie wissen, was Sie kaufen: fällt der Fall nach dem Ende der Versicherungsdauer, zahlt niemand. Verlangen Sie beide Zahlen schriftlich, dazu die Prämienzahlungsdauer als dritte.
Die Tabelle rechnet mit einem veröffentlichten Beispiel: ein Betriebswirt, 30 Jahre, 2.500 Euro Monatsrente, zahlt bis 67 rund 80 Euro und bis 65 rund 66 Euro. Die kürzeren Endalter sind daraus fortgerechnet und Richtwert.
Der Blick lohnt vor allem in die rechte Spalte. Jedes Jahr kostet ein paar Euro Prämie und bringt im Ernstfall 2.500 Euro pro Monat.
| Endalter | Prämie, 30 Jahre, Büro, 2.500 Euro Rente | Was Sie aufgeben |
|---|---|---|
| 67 | rund 80 Euro im Monat | nichts, Schutz über das Regelpensionsalter hinaus |
| 65 | rund 66 Euro im Monat | nichts, wenn Ihr Regelpensionsalter 65 ist |
| 62 | etwa 50 bis 57 Euro | drei Jahre ohne Schutz, Korridorpension nur mit genug Versicherungsjahren |
| 60 | etwa 41 bis 51 Euro | fünf Jahre mit hohem Risiko und eine Lücke bis zur Alterspension |
| 55 | etwa 26 bis 40 Euro | zehn Jahre, der Schutz endet vor dem Risikogipfel |
Wer im Beispiel statt bis 65 nur bis 60 versichert, zahlt etwa 15 bis 25 Euro weniger im Monat. Über 30 Jahre Prämienzahlung sind das rund 5.400 bis 9.000 Euro.
Tritt die Berufsunfähigkeit mit 59 ein, fehlen fünf Jahre Rente. Bei 2.500 Euro im Monat sind das 150.000 Euro. Die Ersparnis ist echtes Geld, aber sie steht gegen das Sechzehn- bis Achtundzwanzigfache, und zwar in dem Lebensabschnitt, in dem eine Berufsunfähigkeit am wahrscheinlichsten ist.
Das Regelpensionsalter ist in Österreich gerade in Bewegung: für Frauen steigt es bis 2033 auf 65. Ein Vertrag, der heute perfekt zum Pensionsantritt passt, kann durch eine weitere Gesetzesänderung zu kurz werden. Eine Verlängerungsoption erlaubt es, das Endalter ohne neue Gesundheitsprüfung nachzuziehen. Das zählt, weil eine Prüfung mit 55 fast immer Ausschlüsse oder eine Ablehnung bringt.
Lesen Sie die Bedingungen genau, denn die Option ist eng gefasst: kein laufender oder früherer Leistungsfall, ein Mindestendalter, ein festes Zeitfenster und häufig eine Verlängerung nur im Umfang der gesetzlichen Anhebung. Wer sie nicht im Vertrag hat, kann später nicht darauf hoffen.
Vertretbar ist es, wenn ab dem früheren Endalter eine andere Quelle sicher zahlt: eine Betriebspension ohne Abschlag, eine gesicherte Korridorpension mit den nötigen Versicherungsjahren oder Vermögen, das die Jahre bis zur Alterspension nachweislich trägt. Auch wer mit 57 noch abschließt, hat zwangsläufig eine kurze Laufzeit, und das ist besser als nichts.
Nicht vertretbar ist die Verkürzung als Sparmaßnahme. Wenn die Prämie zu hoch ist, senken Sie die Rente und lassen die Laufzeit stehen. 1.500 Euro bis 65 schützen besser als 2.200 Euro bis 60.
Fragen und Antworten
In Österreich bis zu Ihrem Regelpensionsalter, bei Männern 65 und bei Frauen je nach Jahrgang zwischen 60 und 65. Ein Endalter 67 ist meist nur sinnvoll, wenn Sie länger arbeiten wollen.
Im veröffentlichten Beispiel kostet 2.500 Euro Rente bis 67 rund 80 Euro und bis 65 rund 66 Euro. Je weiteres gestrichenes Jahr sind es als Richtwert 5 bis 10 Prozent.
Die Versicherungsdauer sagt, bis wann die Berufsunfähigkeit eintreten darf. Die Leistungsdauer sagt, bis wann gezahlt wird. Beide gehören ins Angebot.
Mit einer Verlängerungsoption ziehen Sie ohne neue Gesundheitsfragen nach, meist nur im Umfang der gesetzlichen Anhebung und in einem festen Zeitfenster.
Nur für Jahrgänge vor 1964. Danach steigt es in Halbjahresschritten, und ab dem Jahrgang 1. Juli 1968 liegt es bei 65.
Oft ja, wenn Sie gesund sind und die Prämie tragen, denn die Jahre bis 65 sind die riskantesten. Die Prämie ist dann allerdings hoch.
In der Regel ja, das senkt die Prämie. Verlängern geht nur mit einer Option im Vertrag oder mit neuer Gesundheitsprüfung.
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Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
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Für 1.500 Euro Monatsrente zahlen Sie in einem Büroberuf meist etwa 50 bis 85 Euro Prämie im Monat, ein 36-jähriger Ei …
Wann sollte ich eine BU-Versicherung abschließen?
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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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