Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Bekomme ich eine Pension, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann?
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Kurz gesagt
Rechnen Sie von unten: Fixkosten im Monat minus dem, was Pensionsversicherung oder Rehabilitationsgeld wirklich bringen. Für die meisten ergibt das 70 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens, bei 2.200 Euro netto also etwa 1.550 bis 1.750 Euro. Die Anbieter begrenzen die Rente nach oben am Einkommen.
Veröffentlichte Prämienbeispiele österreichischer Tarife, dazu die staatlichen Leistungen als Vergleich.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 29 Jahre, Softwareentwickler, 1.000 Euro Rente | ab etwa 20 Euro im Monat |
| 30 Jahre, Betriebswirt, 2.500 Euro Rente bis 67 | rund 80 Euro im Monat |
| 36 Jahre, Einkaufsleiter, 1.500 Euro Rente | rund 85 Euro im Monat |
| 43 Jahre, Elektriker, 3.000 Euro Rente | ab etwa 240 Euro im Monat |
| Rehabilitationsgeld als Vergleich | rund 60 Prozent des letzten Bezugs, mindestens 1.308,39 Euro im Monat (2026) |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Die Prämien in der Tabelle sind aus der veröffentlichten Bürospanne für 1.500 Euro Rente hochgerechnet und damit Richtwert aus der Angebotspraxis. Die Grenze von 60 bis 70 Prozent des Bruttoeinkommens ist eine Größenordnung aus der Angebotspraxis und je Anbieter verschieden. Leistungen der Pensionsversicherung nach deren eigenen Angaben. Ihr genaues Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Die Rente aus echten Zahlen statt aus einer Prozentregel.
| Wohnen mit Betriebskosten und Strom | 850 Euro |
| Versicherungen und Beiträge | 260 Euro |
| Lebenshaltung, Auto, Handy | 720 Euro |
| Kreditrate | 200 Euro |
| Fällt weg: Fahrt zur Arbeit, Mittagessen, Arbeitskleidung | minus 140 Euro |
| Bedarf im Monat | 1.890 Euro |
| Bleibt bei Anerkennung: Rehabilitationsgeld | etwa 1.310 bis 1.500 Euro |
| Bleibt ohne Anerkennung | nichts aus der Pensionsversicherung |
| Lücke | etwa 390 bis 580 Euro mit Anerkennung, 1.890 Euro ohne |
Sie wählt 1.600 Euro Rente mit Wertanpassung, also rund 73 Prozent vom Netto. Damit ist der Bedarf auch dann gedeckt, wenn die Pensionsversicherung nichts anerkennt. Prämie als Richtwert etwa 55 bis 95 Euro im Monat.
Eine Prozentregel kennt Ihre Miete nicht. Schreiben Sie vier Blöcke auf: Wohnen mit Betriebskosten und Strom, Versicherungen und Beiträge, Lebenshaltung mit Essen, Auto und Handy, dazu Kredite und Leasingraten. Jahresprämien teilen Sie durch zwölf.
Ein österreichischer Fallstrick steckt im Gehalt: Es kommt in vierzehn Teilen, die Fixkosten fallen aber zwölfmal an. Rechnen Sie deshalb mit dem, was Sie in einem normalen Monat brauchen, und nicht mit dem Jahresbezug geteilt durch zwölf. Dann ziehen Sie ab, was mit der Arbeit wegfällt, und rechnen dazu, was durch Krankheit neu kommt.
Bei dauerhafter Invalidität gibt es die Invaliditätspension für Arbeiterinnen und Arbeiter, die Berufsunfähigkeitspension für Angestellte und die Erwerbsunfähigkeitspension für Selbständige. Vor dem 50. Geburtstag brauchen Sie dafür in der Regel 60 Versicherungsmonate in den letzten 120 Kalendermonaten, unter 27 Jahren genügen 6 Monate. Die Höhe folgt Ihrem Pensionskonto, und pro Jahr vor dem Regelpensionsalter kommt ein Abschlag von 4,2 Prozent dazu, höchstens 13,8 Prozent. Wer jung ausfällt, hat wenig auf dem Konto.
Wer ab dem 1. Jänner 1964 geboren ist und voraussichtlich wieder gesund wird, bekommt keine befristete Pension, sondern Rehabilitationsgeld. Es entspricht dem Krankengeld, also in der Regel rund 60 Prozent des letzten Bezugs, mindestens aber dem Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende, 2026 sind das 1.308,39 Euro, ausgezahlt zwölfmal im Jahr. Und der Punkt, der die ganze Rechnung kippen kann: ohne Berufsschutz prüft die Pensionsversicherung, ob Sie irgendeine zumutbare Tätigkeit noch schaffen. Dann kommt gar nichts.
Die Tabelle zeigt die Spanne von 70 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens und die Prämie, die als Richtwert dazu gehört. Die Spannen sind breit, weil österreichische Tarife bei Beruf und Endalter stark auseinandergehen.
Wer Kinder, ein Haus oder einen laufenden Kredit hat, landet am oberen Ende. Wer allein lebt, zur Miete wohnt und keine Raten zahlt, kommt mit weniger aus.
| Nettoeinkommen | Empfohlene BU-Rente | Prämie, 30 Jahre, Büro, bis 65 |
|---|---|---|
| 1.600 Euro | 1.150 bis 1.300 Euro | etwa 38 bis 74 Euro |
| 2.000 Euro | 1.400 bis 1.600 Euro | etwa 47 bis 91 Euro |
| 2.200 Euro | 1.550 bis 1.750 Euro | etwa 52 bis 100 Euro |
| 2.600 Euro | 1.800 bis 2.100 Euro | etwa 60 bis 120 Euro |
| 3.000 Euro | 2.100 bis 2.400 Euro | etwa 70 bis 137 Euro |
Die Krankenversicherung läuft weiter und kostet Geld. Von einer Pension wird der Beitrag gleich abgezogen, 2026 sind das 6 Prozent der Bruttopension, dazu kommt die Lohnsteuer. Wer Rehabilitationsgeld bezieht, bleibt darüber versichert. Wer dagegen abgelehnt wird und kein Einkommen mehr hat, muss den Versicherungsschutz selbst organisieren, und das Geld dafür kommt dann aus der privaten Rente.
Der zweite Punkt ist die Zeit. Eine feste Rente ohne Wertanpassung verliert an Kaufkraft: 1.500 Euro sind nach fünfzehn Jahren bei zwei Prozent Inflation nur noch etwa 1.115 Euro wert. Vereinbaren Sie deshalb eine Wertanpassung, die auch während der Leistung greift. Dazu kommt, dass Sie in dieser Zeit kaum Pensionskonto aufbauen, die Alterspension also kleiner ausfällt.
Nach oben ist nicht alles möglich. Auch österreichische Anbieter prüfen, ob die gewünschte Rente zum Einkommen passt, und begrenzen sie in der Größenordnung von 60 bis 70 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Gedanke dahinter: niemand soll im Leistungsfall besser dastehen als im Arbeitsleben. Welche Grenze für Ihren Antrag gilt, steht in den Antragsunterlagen, und wir fragen sie vor dem Antrag ab.
Für Studierende, Lehrlinge und Menschen ohne eigenes Einkommen gelten feste Höchstbeträge. Der Weg nach oben führt später über die Nachversicherungsgarantie: nach Berufsstart, Gehaltssprung, Heirat, Geburt oder Wohnungskauf erhöhen Sie ohne neue Gesundheitsfragen.
Der Schutz nützt nur, solange die Prämie bezahlt wird. Wenn die rechnerisch richtige Rente Ihr Budget sprengt, nehmen Sie die kleinere. 1.200 Euro bis 65 sind mehr wert als 2.000 Euro, die Sie nach vier Jahren kündigen, denn beim Neuabschluss zählen Alter und Gesundheit von dann.
Kürzen Sie am Betrag, nicht an der Laufzeit und nicht an den Bedingungen. Der Verzicht auf den Verweis auf eine nie ausgeübte Tätigkeit, die Laufzeit bis zum Regelpensionsalter und die Nachversicherungsgarantie kosten Prämie, aber sie entscheiden, ob überhaupt gezahlt wird.
Fragen und Antworten
70 bis 80 Prozent passen für die meisten. 60 Prozent reichen nur bei wenigen Fixkosten und ohne Kredit.
So hoch wie das Krankengeld, in der Regel rund 60 Prozent des letzten Bezugs, mindestens 1.308,39 Euro im Monat im Jahr 2026, zwölfmal jährlich.
Ja. Von der Bruttopension gehen 2026 sechs Prozent Krankenversicherungsbeitrag ab, dazu die Lohnsteuer.
In der Größenordnung von 60 bis 70 Prozent des Bruttoeinkommens, je Anbieter verschieden. Für Lehrlinge und Studierende gelten Höchstbeträge.
Die Rente steigt jährlich um den vereinbarten Satz, im Vertrag und während der Leistung. Ohne sie frisst die Inflation den Schutz.
Ja. 1.200 Euro bis 65 nützen mehr als 2.000 Euro, die Sie nach vier Jahren nicht mehr zahlen können.
Mit einer Nachversicherungsgarantie ohne neue Gesundheitsfragen, meist nach Heirat, Geburt, Gehaltssprung oder Wohnungskauf.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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