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Zahlt die AUVA bei einem Freizeitunfall?
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Kurz gesagt
Sinnvoll sind meist 225 bis 350 Prozent, angeboten werden in Österreich bis 500 und 600 Prozent. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern das Ergebnis: Versicherungssumme mal Progression sollte bei Vollinvalidität rund 500.000 bis 750.000 Euro erreichen. Und die Progression wirkt erst ab einem Invaliditätsgrad von meist 26 Prozent, bei kleinen Graden gar nicht.
Öffentlich genannte Prämien für Österreich und die daraus gerechneten Auszahlungen, Versicherungssumme 100.000 Euro.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Student, 25 Jahre, 100.000 Euro Summe, 500 Prozent Progression | ab etwa 7 Euro im Monat |
| Büroberuf, 32 Jahre, 150.000 Euro Summe, 600 Prozent Progression, 600 Euro Unfallrente | ab etwa 18 Euro im Monat |
| Familie, Eltern 35 und 40 Jahre, zwei Kinder, 150.000 Euro Summe | ab etwa 20 Euro im Monat |
| Gesamte Spanne für Erwachsene | etwa 7 bis 50 Euro im Monat |
| Auszahlung bei 75 Prozent Invaliditätsgrad | 150.000 Euro mit 225 Prozent, 225.000 Euro mit 350 Prozent, 300.000 Euro mit 500 Prozent |
| Nachlass bei zehn Jahren Laufzeit | oft etwa 20 Prozent |
| Mehrprämie von 225 auf 500 Prozent Progression | etwa 10 bis 20 Prozent |
Prämien Stand September 2026 aus öffentlich genannten Beispielen, Auszahlungen nach einer veröffentlichten Progressionsstaffel gerechnet. Die Mehrprämie für eine höhere Staffel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Dasselbe Geld, zwei Wege zur halben Million bei Vollinvalidität. Der Unterschied zeigt sich nicht oben, sondern in der Mitte.
| Angebot A: 100.000 Euro Summe, 500 Prozent | bei Vollinvalidität 500.000 Euro |
| Angebot B: 200.000 Euro Summe, 225 Prozent | bei Vollinvalidität 450.000 Euro |
| Bei 50 Prozent Invaliditätsgrad | A zahlt 100.000 Euro, B zahlt 150.000 Euro |
| Bei 20 Prozent Invaliditätsgrad | A zahlt 20.000 Euro, B zahlt 40.000 Euro |
| Bei 10 Prozent Invaliditätsgrad | A zahlt 10.000 Euro, B zahlt 20.000 Euro |
Angebot B zahlt in den häufigen Fällen das Doppelte und liegt nur im seltensten Fall 50.000 Euro hinten. Wer sich zwischen Summe und Progression entscheiden muss, nimmt die Summe.
Viele lesen 500 Prozent Progression und denken, jede Leistung werde verfünffacht. Das ist falsch. Die Prozentzahl bezieht sich auf die Versicherungssumme und sagt nur, was bei voller Invalidität höchstens gezahlt wird. Bei kleinen Invaliditätsgraden passiert nichts: Die Mehrleistung setzt in den üblichen Bedingungen erst ab 26 Prozent ein, darunter gilt schlicht Grad mal Summe.
Der Sinn dahinter ist gut. Bei einem leichten Dauerschaden ändert sich Ihr Leben kaum, bei einem schweren springt der Geldbedarf: barrierefreier Umbau, ein umgebautes Auto, Pflege, Umschulung, oft dauerhaft weniger Einkommen. Genau dort soll das Geld ankommen, und deshalb steigt die Leistung dort überproportional.
| Invaliditätsgrad | Ohne Progression | 225 Prozent | 350 Prozent | 500 Prozent |
|---|---|---|---|---|
| 10 Prozent | 10.000 Euro | 10.000 Euro | 10.000 Euro | 10.000 Euro |
| 26 Prozent | 26.000 Euro | 27.000 Euro | 28.000 Euro | 28.000 Euro |
| 50 Prozent | 50.000 Euro | 75.000 Euro | 100.000 Euro | 100.000 Euro |
| 75 Prozent | 75.000 Euro | 150.000 Euro | 225.000 Euro | 300.000 Euro |
| 90 Prozent | 90.000 Euro | 195.000 Euro | 300.000 Euro | 420.000 Euro |
| 100 Prozent | 100.000 Euro | 225.000 Euro | 350.000 Euro | 500.000 Euro |
Nicht die Progression ist das Ziel, sondern die Summe, die bei Vollinvalidität ankommt. Als Untergrenze gelten rund 500.000 Euro, strenge Vergleiche setzen inzwischen 750.000 Euro an, weil Umbau, Hilfsmittel und Pflege teurer geworden sind. Ein gerechnetes Beispiel aus dem Markt: 125.000 Euro Versicherungssumme mit 600 Prozent ergeben genau 750.000 Euro. Für die Summe selbst gilt als Anhalt das Vier- bis Sechsfache des Bruttojahreseinkommens, mindestens aber 100.000 Euro.
Dieselbe Zielgröße lässt sich auf viele Wege erreichen, und die Wege sind nicht gleich gut. Bei ungefähr gleicher Prämie bringt eine hohe Versicherungssumme mit mittlerer Progression in den häufigen Fällen mehr Geld als eine kleine Summe mit hoher Progression. Der Grund ist einfach: Die Summe wirkt bei jedem Grad, die Progression nur oben. Praktisch dazu: Der Sprung von 100.000 auf 125.000 Euro Summe kostet meist nur wenige Euro im Monat.
| Kombination | Bei 10 Prozent | Bei 50 Prozent | Bei Vollinvalidität |
|---|---|---|---|
| 100.000 Euro mit 500 Prozent | 10.000 Euro | 100.000 Euro | 500.000 Euro |
| 125.000 Euro mit 600 Prozent | 12.500 Euro | je nach Staffel ab 125.000 Euro | 750.000 Euro |
| 150.000 Euro mit 350 Prozent | 15.000 Euro | 150.000 Euro | 525.000 Euro |
| 225.000 Euro mit 225 Prozent | 22.500 Euro | 168.750 Euro | 506.250 Euro |
600 Prozent auf eine Summe von 50.000 Euro sehen im Angebot großartig aus und helfen fast nie. Bei 10 Prozent Invalidität gibt es 5.000 Euro, bei 50 Prozent 75.000 Euro. Die großen Beträge kommen nur bei vollständiger Invalidität, und das ist der seltenste Fall. Häufig sind Brüche mit Restschaden, ein steifes Gelenk, ein Finger, ein Auge, oft nach einem Sturz beim Schifahren oder Radfahren. Dort zählt allein die Versicherungssumme.
Auch gegenrechnen lohnt: Wer die Progression von 225 auf 500 Prozent hebt, zahlt merklich mehr Prämie. Dasselbe Geld in eine höhere Summe oder in eine bessere Gliedertaxe gesteckt wirkt breiter. Und wenn die Summe schon so hoch ist, dass Sie die Zielgröße ohne Staffel erreichen, brauchen Sie überhaupt keine Progression.
Sie ändert nichts an der Gliedertaxe. Ist der Satz für die Hand niedrig, bleibt der Invaliditätsgrad niedrig, und eine hohe Staffel greift gar nicht, weil die Schwelle von 26 Prozent nie erreicht wird. Gliedertaxe und Progression gehören deshalb zusammen geprüft.
Und sie ersetzt kein laufendes Einkommen, sie zahlt einmalig. Wer nach einem Unfall dauerhaft weniger verdient, braucht dafür eine Unfallrente oder eine Absicherung, die auch bei Krankheit zahlt. Die meisten Menschen, die ihren Beruf aufgeben müssen, tun das wegen einer Krankheit und nicht wegen eines Unfalls. Ein Nachlass für zehn Jahre Laufzeit von rund 20 Prozent ist verlockend, bindet Sie aber lange an diese Staffel.
Fragen und Antworten
In den üblichen Bedingungen ab 26 Prozent. Darunter gibt es genau Grad mal Versicherungssumme, ohne Mehrleistung.
Es gibt keine beste Zahl. 225 oder 350 Prozent gelten als guter Kompromiss zwischen Leistung und Prämie, sofern die Summe stimmt.
Bei vollständiger Invalidität zahlt der Versicherer das Fünffache der Versicherungssumme, aus 100.000 Euro also 500.000 Euro.
Nur wenn die Summe stimmt. 125.000 Euro mit 600 Prozent ergeben 750.000 Euro bei Vollinvalidität, bei 20 Prozent Grad aber nur 25.000 Euro.
Die Summe. Sie wirkt bei jedem Invaliditätsgrad, die Progression nur bei schweren Fällen.
Nur wenn Sie die Zielsumme bei Vollinvalidität nicht über die Versicherungssumme allein erreichen. Sonst ist sie verzichtbar.
Nein, sie gehört zur einmaligen Invaliditätsleistung. Die Unfallrente hat eigene Regeln, meist eine Schwelle von 50 Prozent.
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