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Spanien: Seenotretter verrechnen Schlepphilfe nach neuen Sätzen

Spaniens staatliche Seenotrettung Salvamento Marítimo verrechnet seit 1. September 2026 nach einer neuen Tarifordnung. Wer Menschenleben rettet, schreibt keine Rechnung, wer ein Boot mit Motorschaden in den Hafen zieht, schon.

Recht NAMMERT Assekuradeur GmbH

Bug einer weißen Segelyacht mit eingerollter Genua, eine kräftige Schleppleine führt vom Bugbeschlag gespannt übers Wasser, im Hintergrund helle Felsküste mit Pinien unter diesigem Himmel.

Mit der Orden TRM/844/2026, kundgemacht am 8. August 2026 im spanischen Staatsanzeiger BOE, hat das Verkehrsministerium in Madrid die Tarife der Seenotrettung neu festgelegt. Sie gelten seit 1. September 2026 und lösen die Regelung aus dem Jahr 2013 ab.

Unverändert kostenlos bleibt die Rettung von Menschen aus Seenot. Verrechnet wird dagegen technische Hilfe, die ein Eigner selbst anfordert. Der typische Fall ist die Segelyacht, deren Maschine ausfällt und die sich in den nächsten Hafen ziehen lässt. Abgerechnet wird nach Stunden und nach der eingesetzten Einheit.

In vielen Berichten steht die Zahl von 16.572 Euro je Stunde. Sie gilt für den Einsatz eines Hubschraubers. Für das Schleppen von Booten sieht der Anhang der Verordnung eigene Höchstsätze nach Bootslänge vor, die weit darunter bleiben. Auch SegelReporter nennt die Hubschrauberzahl medial wichtiger als in der Wirklichkeit.

Wer von Österreich aus eine Yacht auf Mallorca, an der Costa Brava oder auf den Kanaren chartert oder dort liegen hat, sollte das kennen: Ein Schlepp ohne Gefahr für die Crew ist ab jetzt eine Leistung mit Preis, und die Frage, wer zahlt, stellt sich besser vor dem Törn.

Was das für Eigner heißt

An der Polizze selbst ändert die spanische Verordnung nichts, sehr wohl aber an der Summe, die nach einem Maschinenausfall offen sein kann. Zu klären ist, ob Schlepp- und Bergungskosten auch ohne vorausgehenden Unfall gedeckt sind und bis zu welcher Höhe. Betroffen sind Segelyachten und Motorboote mit Liegeplatz in Spanien, Charteryachten, bei denen vorher zu klären ist, wer einen Schlepp bezahlt, und Trailerboote, die im Sommer an die Küste mitfahren. Ein Blick in die Bedingungen vor der Abreise erspart die Überraschung im Hafen.

Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.

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Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.

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