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Was kostet eine Rechtsschutzversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Ein einfacher Privatrechtsschutz ohne Kfz beginnt in Österreich bei etwa 6 Euro im Monat. Singles zahlen für einen soliden Umfang meist 10 bis 25 Euro im Monat. Ein umfassendes Familienpaket mit Kfz- und Privatrechtsschutz kostet laut einem Vergleich der Arbeiterkammer etwa 233 bis 484 Euro im Jahr. Bausteine, Summe und Selbstbehalt bestimmen den Preis.

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung in Österreich?

Was es kostet

Richtwerte aus öffentlich genannten Vergleichen für Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Einzelperson, Basisschutz ohne Kfzab etwa 6 Euro im Monat
Einzelperson, Privat, Beruf und Wohnenetwa 10 bis 25 Euro im Monat
Familie, umfangreicher Kfz- und Privatrechtsschutzetwa 233 bis 484 Euro im Jahr
Familie, Privatrechtsschutz ohne Kfzetwa 7 bis 15 Euro im Monat

Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Vergleichen. Die genaue Prämie hängt von Bausteinen, Summe, Selbstbehalt und Wohnort ab.

Rechenbeispiel

Angestellter in Wien mit Auto, Single

Er möchte Streit mit dem Arbeitgeber, dem Vermieter und nach Verkehrsunfällen abgesichert haben.

Schadenersatz, Straf- und Vertragsrechtetwa 8 Euro im Monat
Arbeitsgerichtsrechtsschutzetwa 5 Euro im Monat
Wohnungsrechtsschutz als Mieteretwa 3 Euro im Monat
Fahrzeugrechtsschutzetwa 5 Euro im Monat

Zusammen rund 21 Euro im Monat, etwa 250 Euro im Jahr. Die Aufteilung der Bausteine ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Wovon die Prämie abhängt

Rechtsschutz wird in Bausteinen verkauft. Jeder Baustein, den Sie einschließen, kostet extra: Schadenersatz und Strafrecht, Allgemeiner Vertragsrechtsschutz, Arbeitsgerichtsrechtsschutz, Wohnungs- und Mietrecht, Fahrzeugrechtsschutz, Erbrecht und Familienrecht.

Dazu kommen die Versicherungssumme, der Selbstbehalt und die Zahl der versicherten Personen. Familien zahlen mehr als Singles, bekommen dafür aber Partner und Kinder mit dazu.

BausteinWirkung auf die Prämie
Schadenersatz und Strafrechtgering, oft Grundbaustein
Allgemeiner Vertragsrechtsschutzmittel
Arbeitsgerichtsrechtsschutzmittel bis hoch, für Angestellte oft wichtig
Fahrzeugrechtsschutzmittel, Verkehrsunfälle sind häufig
Wohnungs- und Mietrechtmittel
Selbstbehaltsenkt die Prämie spürbar

Welche Bausteine sich lohnen

Für Arbeitnehmer ist der Arbeitsgerichtsrechtsschutz oft der wichtigste Teil, denn bei einer Kündigung geht es schnell um viel Geld. Wer ein Auto fährt, braucht den Fahrzeugrechtsschutz, weil im Straßenverkehr die meisten Streitfälle entstehen.

Mieter profitieren vom Wohnungsrechtsschutz. Erb- und Familienrecht sind oft nur als Beratung enthalten und kaum für ganze Verfahren. Scheidungen deckt kein üblicher Tarif voll ab.

Wo Sparen teuer wird

Eine niedrige Versicherungssumme reicht für die meisten Streitfälle, bei langen Verfahren nach schweren Unfällen kann sie aber knapp werden. Achten Sie außerdem auf die freie Anwaltswahl, die Ihnen das Versicherungsvertragsgesetz in § 158k zusichert.

Wartezeiten sind ein zweiter Punkt: Für Streitigkeiten, die vor oder kurz nach Vertragsbeginn entstehen, zahlt kein Versicherer. Wer erst abschließt, wenn der Konflikt schon da ist, bekommt nichts.

Schritt für Schritt

  1. Überlegen, wo Streit realistisch ist: Arbeit, Wohnung, Verkehr, Verträge.
  2. Nur diese Bausteine wählen.
  3. Versicherungssumme und freie Anwaltswahl prüfen.
  4. Wartezeiten der einzelnen Bausteine vergleichen.
  5. Selbstbehalt festlegen und Angebote mit gleichem Umfang vergleichen.

Checkliste

  • Arbeitsgerichtsrechtsschutz, wenn Sie angestellt sind
  • Fahrzeugrechtsschutz, wenn Sie ein Auto fahren
  • Versicherungssumme ausreichend für lange Verfahren
  • Freie Anwaltswahl ohne Einschränkung
  • Wartezeiten bekannt

Häufige Fehler

  • Erst abschließen, wenn der Streit schon begonnen hat
  • Bausteine kaufen, die zu Ihrem Leben nicht passen
  • Beratung im Familienrecht mit Deckung für ein Scheidungsverfahren verwechseln

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet Rechtsschutz im Monat?

Ab etwa 6 Euro für einen einfachen Schutz, für einen soliden Umfang meist 10 bis 25 Euro.

Ist ein Familienpaket teurer?

Ja, aber nicht doppelt so teuer. Partner und Kinder sind dafür mitversichert.

Lohnt sich ein Selbstbehalt?

Oft ja. Er senkt die Prämie, und kleine Streitfälle führen Sie ohnehin selten vor Gericht.

Wie lange muss ich warten?

Meist drei Monate, beim Vertragsrecht und Familienrecht oft länger. Bei Verkehrsunfällen gilt meist keine Wartezeit.

Kann ich den Anwalt frei wählen?

Ja, das Recht auf freie Anwaltswahl ist im Versicherungsvertragsgesetz verankert.

Quellen

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