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Mit dem Gespann über den Berg an die Adria

Der Trailer läuft ab Basis-Plus ohne Mehrbeitrag in der Haftpflicht mit, auch abgekoppelt. Genau dort passieren die Schäden.

18. März 20266 min LesezeitNAMMERT Assekuradeur GmbH

Die riskantesten Stunden im Bootsjahr liegen nicht auf dem Wasser, sondern auf der Straße und der Rampe. Beim Trailern kommen drei Dinge zusammen, die einzeln beherrschbar sind und zusammen selten geübt werden: ein hohes Gespann, eine nasse Rampe und Zeitdruck vor dem Krantermin.

Für österreichische Gespanne kommt die Topografie dazu. Wer von Wien an die Adria fährt, hat den Semmering oder die Tauern im Weg, und wer im Salzkammergut slippt, findet Rampen mit Steigungen, die für ein schweres Gespann grenzwertig sind. Auf der Mautstrecke gilt außerdem: Ein Gespann über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fällt in die fahrleistungsabhängige Maut, das ist keine Versicherungsfrage, aber eine Kostenfrage, die vor der Abfahrt geklärt sein sollte.

Beim Zugfahrzeug entscheidet die Anhängelast, nicht der Wunsch. Ein Gespann mit anderthalb Tonnen auf einer Rampe mit zwölf Prozent Steigung verlangt rund hundertachtzig Kilogramm Zugkraft, auf algigem Beton mehr, als ein Fronttriebler aufbringt, dessen Antriebsräder ohnehin im Wasser stehen.

Der häufigste Irrtum betrifft die Haftung des abgekoppelten Anhängers. Beim Ziehen haftet die Haftpflicht des Zugfahrzeugs für Schäden an Dritten. Sie sagt aber nichts darüber, wer den Trailer ersetzt, wenn er gestohlen wird, und sie hilft nicht, wenn der abgekoppelte Anhänger am Gefälle wegrollt. Dann haften Sie persönlich.

Beide Lücken schließt die Bootsversicherung ab Basis-Plus: in der Haftpflicht ohne Mehrbeitrag, auch abgekoppelt, beim Rangieren und im Winterlager. Kaskoschutz für den Trailer selbst rechnet nach seiner Versicherungssumme. Es genügt, den Wert des Trailers im Antrag anzugeben. Das gilt bei jedem Bootstyp, nicht nur beim Trailerboot.

Praktisch heißt das für den Rampentag: Unterlegkeile mitnehmen, eine zweite Person einplanen, den Trailer erst so tief einlassen, wie es die Rollen verlangen, und die Sicherungsgurte erst nach dem Aufschwimmen lösen. Die meisten Slippschäden entstehen, weil einer dieser vier Punkte fehlte.

Zum Abhaken

Anhängelast des Zugfahrzeugs gegen Gespanngewicht prüfen Trailerwert im Versicherungsantrag angeben Bei über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht: Maut und Lenkberechtigung klären Unterlegkeile und zweite Person einplanen Gurte erst lösen, wenn das Boot aufschwimmt Nach dem Slippen: Radlager und Beleuchtung prüfen

Häufige Fragen

Brauche ich eine eigene Anhängerversicherung?

Nein. Der Trailer läuft ab Basis-Plus ohne Mehrbeitrag in der Haftpflicht der Bootsversicherung mit, auch abgekoppelt.

Was gilt, wenn der Trailer allein wegrollt?

Dann ist kein Zugfahrzeug im Spiel und dessen Haftpflicht greift nicht. Diese Lücke schließt die Bootsversicherung ab Basis-Plus.

Gilt der Schutz auch auf der Fahrt nach Kroatien?

Ja, wenn das vereinbarte Fahrtgebiet den Zielort einschließt. Der Transport über Land ist davon nicht ausgenommen, das Gebiet ist es, was zählt.

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Ein leerer Bootstrailer steht halb im Wasser auf einer algigen Betonrampe

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