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Feuer auf Brač: Die Boote wurden zum Rettungsweg

Seit dem 11. September 2026 brennt es auf der Adria-Insel Brač. In Milna mit zwei Häfen und einer ACI Marina wurden Hunderte Menschen mit Booten aus den Buchten gebracht, eine Ferienanlage brannte in Teilen ab.

Markt NAMMERT Assekuradeur GmbH

Ein verlassener Holzsteg mit Klampen und aufgeschossenen Leinen, ein weißer Fender hängt über die Kante, im Hintergrund ein abgebrannter Kiefernhang.

Auf der Insel Brač brach in der Nacht auf den 11. September 2026 ein Waldbrand aus, nach Angaben des ADAC durch einen Blitzschlag nahe Ložišće. Zwei Nächte später trieb eine kräftige Bora die Flammen nach Südwesten auf die bewohnten Buchten zu. Über die Fläche gehen die Angaben auseinander: Der ADAC spricht von mehr als 4.000 Hektar, SegelReporter von mehr als 4.500 Hektar und damit über elf Prozent der Insel.

Im Mittelpunkt stand Milna mit zwei Häfen und einer ACI Marina, zusammen knapp 300 Liegeplätze. Rund 400 Gäste einer Ferienanlage mussten raus, Teile der Anlage brannten nieder. Rund 700 Menschen wurden über das Wasser in Sicherheit gebracht, koordiniert von der kroatischen Seenotleitstelle.

Zum Einsatz kam, was verfügbar war: Boote der Hafenmeisterei, der Küstenwache, der Seepolizei und des Bergrettungsdienstes, zwei Schlepper, zwei Lotsenboote, zwei Ausflugsboote und viele private Boote. An Land standen nach Angaben des ADAC hunderte Einsatzkräfte, rund 60 Löschfahrzeuge und zwei Löschflugzeuge. Zwischenzeitlich galt das Feuer als unter Kontrolle, am Montagnachmittag flammte es wieder auf.

Für österreichische Eignerinnen und Eigner ist das kein fernes Ereignis. Die kroatische Adria ist das Revier, in dem viele von ihnen liegen oder chartern. Nach Angaben des ADAC verbrannten in Kroatien 2026 bis zu diesem Zeitpunkt fast 10.000 Hektar, deutlich mehr als im Jahr davor.

Was das für Eigner heißt

Ein Brand, der vom Hang in den Hafen läuft, trifft Boote am Liegeplatz, im Landlager und am Trailer, und meist mehrere auf einmal. Betroffen sind Charteryachten, Segelyachten am Dauerliegeplatz, Motorboote und Beiboote gleichermaßen. Wer in der Adria liegt, sollte vor der Saison zwei Dinge klären: was die Polizze zu Feuer und Bergung sagt und welcher Liegeplatz oder Lagerort darin eingetragen ist. Fotos vom Boot und eine Ausrüstungsliste, vorher angelegt, helfen danach mehr als jede Erinnerung.

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